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Gefährliche Delikatesse

Kugelfisch gegessen – fünf Japaner im Spital

Unterhaltung | Montag, 2. März 2015, sda/afp

In Japan gilt Kugelfisch als Delikatesse. Allerdings ist der Verzehr nicht ungefährlich, wie sich nun wieder gezeigt hat: Fünf Gäste eines Restaurants mussten ins Spital, nachdem sie von dem giftigen Fisch gegessen hatten.

Nach Angaben der Verwaltung der westjapanischen Stadt hatte das Restaurant am Wochenende auf ausdrückliche Bitte seiner Kunden auch die giftige Leber des Kugelfischs serviert. Die Folge: Alle fünf Männer litten ein paar Stunden nach dem Restaurantbesuch unter Atembeschwerden und heftiger Übelkeit. Sie mussten ins Spital.

Als Reaktion auf den Vorfall wurde das Restaurant von den Behörden für eine Woche geschlossen. Das Nervengift des auch Fugu genannten Kugelfischs verursacht Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungen und Atembeschwerden. Nach Angaben der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA kann der Verzehr eines unbehandelten Fischs innerhalb von vier bis sechs Stunden zum Tod führen.

Fugu-Fans schwärmen jedoch vom Kribbeln, das das starke Gift auf den Lippen verursache. Um den Fisch servieren zu können, müssen Köche in einer mehrjährigen Ausbildung lernen, die giftigen Teile von den harmlosen zu unterscheiden. Dank der strengen Vorschriften halten sich die Todesfälle in Grenzen, doch kommt es immer wieder vor, dass Fugu-Fans mit Vergiftungserscheinungen ins Spital müssen.

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