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Kinofilm

Premiere für Robinson

Unterhaltung | Mittwoch, 3. Februar 2016, Oliver Loga

Es gibt viele Filme über die Geschichte des Schiffsbrüchigen Robinson Crusoe. Nun kommt erstmals eine animierte Version des Daniel-Defoe-Romans ins Kino, erzählt aus der Perspektive von Tieren. Was Erwachsenen albern erscheint, ist für Kinder ein grosser Spass.

E in fürchterlicher Sturm braust auf. Selbst im Kinosessel wird mancher Zuschauer wegen der realistischen 3-D-Effekte blass um die Nase. Dem jungen Robinson Crusoe ergeht es nicht besser. Anders als der Rest der Schiffsbesatzung kommt er aber mit einem blauen Auge davon. Der Engländer strandet auf einer unbekannten Insel. Bis zu diesem Zeitpunkt hält sich der Animationsfilm «Robinson Crusoe» an die Romanvorlage von Daniel Defoe. Doch dann übernehmen die tierischen Inselbewohner das Kommando, allen voran ein neugieriger Papagei, der sich mit dem Schiffsbrüchigen anfreundet und von ihm liebevoll «Dienstag» genannt wird.

Zusammen mit seinen Freunden, dem Eisvogel Kiki, der Tapirdame Rosie, dem alten Ziegenbock Zottel, dem Chamäleon Carmello, dem Schuppentier Pango und dem jungen Stachelschwein Epi greift Dienstag dem menschlichen Besucher unter die Arme. Zwar sorgen die Tiere zunächst für reichlich Chaos, aber schon bald gelingt es der ungewöhnlichen Gemeinschaft eine Existenz für Robinson aufzubauen. Wären da bloss nicht die hinterhältigen Katzen Ping und Pong. Sie drohen die Inselidylle zu torpedieren. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Obwohl die Geschichte von Robinson Crusoe bereits vielfach verfilmt wurde, feiert sie erst jetzt ihre Premiere als animiertes Abenteuer auf der Kinoleinwand. «Wir fanden, es könnte grossen Spass machen, einmal eine weltweit bekannte Story als Animationsfilm umzusetzen», sagt der belgische Regisseur und Produzent Ben Stassen. Ihm ist dabei eine technische Meisterleistung gelungen. Die 3-D-Effekte sind so gut, dass man zusammenzuckt, wenn beispielsweise die Zunge des Chamäleons rausschnellt. Auch die Darstellung der Menschen und Tiere muss den Vergleich mit amerikanischen Streifen nicht scheuen. So ist etwa bei Papagei Dienstag nahezu jede Feder zu erkennen.

Kinokarten zu gewinnen
Wer am Montag, den 8. Februar um 10.15 Uhr unter der Telefonnummer 062 745 94 87 anruft, hat die Chance, Kinokarten für «Robinson Crusoe» zu gewinnen. Viel Glück!

Perspektivenwechsel ist erfrischend Deutlich tiefer ist dagegen das Niveau der Dialoge und Witze. Flache Wortspiele, die auf Erwachsene albern wirken und maximal ein müdes Lächeln hervorrufen, dürften aber bei vielen Kindern für Gelächter und kurzweilige Unterhaltung sorgen. Dass die Tiere die Geschichte aus ihrem Blickwinkel erzählen und sich sprachlich nicht mit Robinson, sondern nur untereinander verständigen können, ist wiederum ein erfrischender Ansatz, der aufgeht. Als Familienfilm eignet sich die animierte Version von «Robinson Crusoe» allemal, erst recht in brillantem 3-D. 

«Robinson Crusoe», Animationsfilm, 90 Minuten, Verleih: Impuls Pictures AG, ab sofort im Kino.

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