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Tierische Redewendungen

Die Katze im Sack kaufen

2 Kommentare Tierische Redewendungen | Donnerstag, 14. Februar 2013 09:10, Matthias Gräub

Wer sich auf etwas neues einlässt, dessen Ausgang ungewiss ist, kauft sprichwörtlich die Katze im Sack. Doch woher stammt diese Redensart? Eine Spurensuche.

Nein, ich würde keine Katze im Sack kaufen, auf keinen Fall. Wenn ich eine Katze kaufen will, gehe ich ins Tierheim und suche mir ein hübsches Tier aus. Aber wer kauft denn eine Katze im Sack? Im Mittelalter eine ganze Menge Leute – jedoch unfreiwillig.  

Alle Quellen zur Entstehung dieser Redensart scheinen sich in einem Punkt zu gleichen: Die Katze wird nicht als geliebt-willkommenes Schmusetier angesehen, sondern als wertloses Vieh. Kein Wunder, lag doch das Hauptinteresse an Tieren im Mittelalter in deren Verzehr. Und als Delikatesse galt die Katze nie.

Dem Teufel ein Schnippchen geschlagen
Also, die ungeliebte Katze will niemand haben und schon gar nicht für teures Geld kaufen. Genau das tut aber der Teufel höchstpersönlich in der Sage vom «Heckethaler». In der Geschichte wird empfohlen, an Silvester mit einer Katze im Sack an eine Kirchentür zu gehen und dort – genau um Mitternacht – den Teufel zu rufen. Wenn der Gehörnte erscheint und wissen will, was denn in dem Sack sei, wird eine Antwort erflunkert, beispielsweise «ein dreibeiniger Hase». Ganz begeistert kauft der Teufel den vermeintlichen Hasen für einen Taler und kehrt in seine Hölle zurück. Wenn er im Morgengrauen wortwörtlich «die Katze aus dem Sack lässt», entdeckt er den Betrug, kann sich aber nicht mehr rächen, weil in der Zwischenzeit ein neues Jahr angebrochen ist und damit alle alten Sünden vergessen sind.     

Auch Eulenspiegel weiss zu täuschen
Etwas mehr anstrengen musste sich Till Eulenspiegel, um die Katze gewinnbringend an den Mann zu bringen. Der närrische Bursche wollte sich an einigen Kürschnern rächen, die ihn für eine (absurd falsch ausgeführte) Arbeit nicht bezahlt hatten. Und tatsächlich kauften ihm die Kürschner die Katze im Sack ab, obwohl sie vorher reingeschaut hatten. Der listige Eulenspiegel hatte nämlich die lebendige Katze in ein Hasenfell eingenäht. Nicht schlecht staunten die Kürschner dann, als ihr «falscher Hase» auf einmal auf einen Baum kletterte und miaute.  

Auch wenn diese «Eulenspiegelei» – wie so manch andere Eskapade dieses Gauklers – wohl gänzlich erfunden ist, bezeugen doch etliche Texte, dass auf mittelalterlichen Märkten solche Falschspielereien Gang und Gäbe waren und die Redewendung daher rührt. Noch heute findet sich ein Relikt dieser Zeit in der Marktordnung der österreichischen Stadt Klagenfurt, wo es heisst: «Geschlachtete Kaninchen dürfen nur mit nicht abgezogenen Hinterläufen zum Verkauf angeboten werden.»

 

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Kommentare (2)

Frudi am 14.10.2013 um 21:17 Uhr
Also echt Pfoffie, dein Kommentar ist echt daneben!!! Und zualledem noch überflüssig! Du bist dumm wie brot!

Pfoffie am 14.02.2013 um 10:27 Uhr
Also ich lasse mir im Tierheim schon immer auch einen Sack mitgeben, irgendwie muss ich das Büsi ja nach Hause transportieren ;)

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