Sie sind hier: TierweltAktuellDossiersTiere im Comic

Share

Calvin & Hobbes

Hobbes – mehr als nur ein Stofftier

Tiere im Comic | Donnerstag, 24. Juli 2014, Niklaus Salzmann

Ein Stofftiger und ein Bub, das ergibt einen weltweit erfolgreichen Comicstrip. Der Zeichner liebte die Gesellschaft von Tieren und schlug das ganz grosse Geld aus.

Hobbes ist nur ein Stofftiger, mögen die Eltern ihrem sechsjährigen Buben Calvin gelegentlich sagen. Doch das Wort «nur» ist fehl am Platz. Die kindliche Fantasie macht das Stofftier lebendiger als manchen Zootiger. Hobbes ist der unzertrennliche beste Freund von Calvin. Der Tiger entdeckt mit dem Buben die oft erschreckende Welt, hilft ihm bei den verhassten Hausaufgaben und unterstützt ihn bei den Gemeinheiten gegen die noch verhasstere Schulkollegin Susi.

Die beiden Protagonisten des Comicstrips «Calvin & Hobbes» philosophieren gerne miteinander, schliesslich ist der Tiger nach dem berühmten Philosophen Thomas Hobbes benannt. Wie bei allen echten Freunden gibt es auch mal Streit oder gar Kämpfe, und ist gibt keinen Zweifel, wer körperlich überlegen ist – Tiger ist Tiger. Besonders gerne fällt das Raubtier den Buben an, wenn dieser von der Schule heimkehrt.

Der Zeichner liebte Tiere mehr als Geld
Der Zeichner Bill Watterson liess sich für die Figur des Tigers von seiner eigenen Katze namens «Sprite» inspirieren, sowohl bezüglich des Körperbaus als auch des Charakters. Seine Katze sei freundlich und intellegent gewesen und habe es geliebt, sich anzuschleichen. Watterson sagte einst, er ziehe es wie Calvin oft vor, in Gesellschaft von Tieren statt Menschen zu sein. Der «Spiegel» bezeichnete ihn als Neinsager, da er sich weigerte, seine Figuren für Artikel wie Tassen und T-Shirts zur Verfügung zu stellen.

Watterson schlug damit ein ausgesprochen lukratives Geschäft aus. «Calvin & Hobbes» erschien zeitweise in 2400 Zeitungen weltweit, und die totalen Verkaufszahlen der Bücher bewegen sich längst im zweistelligen Millionenbereich. Doch Ein wichtiges Element des Erfolges sind wohl die Gegensätze zwischen verschiedenen Welten. Einerseits setzten Calvin und Hobbes – der eine als Kind, der andere als Tier – einen Kontrapunkt zum von Pflichten geprägten Erwachsenenleben. Anderseits sind die beiden Hauptfiguren gegensätzliche Charaktere, wobei der Tiger deutlich vernünftiger ist.

«Was kann schon schiefgehen?»
Oft genug lässt sich Hobbes allerdings von Calvin dazu verleiten, seine Instinkte zu missachten. «Was kann schon schiefgehen?» fragt etwa Calvin, als er das Auto seiner Eltern auf die Strasse schieben will. «Immer wenn du das sagst, stehen mir die Schwanzhaare zu Berge», stellt Hobbes fest, und hilft dann doch mit.

Übrigens, die Strasse ist abschüssig.

Hier können sämtliche «Calvin & Hobbes»-Strips in Originalsprache (Englisch) gelesen werden.

Share

Kommentar schreiben


Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen, als Leserzuschriften im Heft abzudrucken oder auf die Publikation zu verzichten.

Galerien Alle Galerien