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Gecko-Roboter klettert Glasscheiben hoch

Bionik | Montag, 6. Januar 2014, sda

Ingenieure der kanadischen Simon Fraser University in Burnaby haben einen Roboter gebaut, der ohne Saugnäpfe, Magneten oder Leim glatte Wände hochklettern kann. Abgeschaut haben sie sich die Technik bei Geckos.

Solche Roboter könnten sich bald im Weltall an der Aussenseite von Raumschiffen oder Satelliten entlang bewegen, teilte die europäische Weltraumagentur ESA mit. Einen Test im luftleeren Raum und unter extremen Temperaturen haben die Roboter-Füsse in einem ESA-Labor im niederländischen Noordwijk jedenfalls bestanden.

Quelle: Simon Fraser University School of Engineering Science (MENVRA)

«Diese Herangehensweise ist ein Beispiel dafür, wie die Ingenieurtechnik Lösungen aus der Natur imitiert», erklärte Michael Henrey von der Simon Fraser University. Die hauchdünnen Haare an den Gecko-Füssen verzweigen sich an ihren Enden in Hunderte mikroskopisch kleine Polster.

 Der Fuss eines Geckos mit seinen hauchdünnen Haft-Lamellen.
 Bild: Jo Anslow/Flickr/CC-BY-SA 

Diese haften an Wänden und Decken dank schwacher Wechselwirkungen, die zwischen einzelnen Molekülen und Atomen wirken, den sogenannten Van-der-Waals-Kräften. «Wir haben uns Techniken bei der Mikroelektronik-Industrie geliehen, um unsere eigenen Fusspolster-Enden zu machen», erläuterte Henrey.

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