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Sinosauropteryx

Mehrfachtarnung schützte Saurier vor Feinden

Wildtiere, Ausgestorbene Tiere | Freitag, 27. Oktober 2017 11:00, sda dpa/lni
Der Saurier Sinosauropteryx verbarg sich mithilfe seiner besonderen Färbung vor Feinden. Das geht aus einer Studie der Universität Bristol hervor.

Auf Griechisch bedeutet Sinosauropteryx soviel wie «chinesischer Echsenflügel». Vermutlich hatte der Saurier diesen Namen aufgrund seines Gefieders erhalten, das er an manchen Körperteilen hatte. Gleichzeitig ist der Name eine Anspielung auf seine Herkunft: Er gehört zu der Gruppe der ältesten fleischfressenden Saurier, die man in China fand: in der sogenannten Jehol-Gruppe, einer Region im Nordosten Chinas, entdeckt. Diese Gegend ist für den hervorragenden Erhaltungszustand von Fossilien bekannt. Dort lebte der etwa 1,2 Meter grosse Sinosauropteryx vor etwa 130 Millionen Jahren.

Fiann Smithwick von der Universität Bristol und seine Kollegen stellen nun ihre neuen Erkenntnisse im Journal «Current Biology» vor. Darin ist zu lesen, dass der Sinosauropteryx, ähnlich wie der heutige Waschbär, eine Augenmaske hatte. Zudem besass er einen dunkleren Rücken und hellen Bauch sowie einen gestreiften Schwanz. Vermutlich wurde er benutzt, um beim Laufen schnell zu wenden.

«Dinosaurier waren bei weitem nicht alle diese schwerfälligen grauen Biester, die wir aus Kinderbüchern kennen. Zumindest einige hatten komplexe Farbmuster, um Angreifer zu verwirren und sich besser zu verstecken – genau wie heutige Tiere auch», erklärt Fiann Smithwick von der Universität in Bristol.

Bereits 2010 hatten Forscher dieser Universität die braune Gefiederfarbe des Sauriers rekonstruiert. Das Team um Smithwick untersuchte nun, welchem Zweck die Färbung gedient haben könnte und welcher Lebensraum dazu am besten passte.

Bewohner sonniger Landschaften
Der Kontrast in der Färbung von Rücken und Bauch des Sinosauropteryx wird in der Fachwelt als Konterschattierung bezeichnet und ist auch bei heutigen Tieren zu finden. Beim Sinosauropteryx sei der Übergang zwischen Hell und Dunkel sehr deutlich. Das spräche dafür, dass er viel Zeit in sonnigen offenen Landschaften wie einer Savanne verbracht habe, schreiben die Wissenschaftler. Hätte er im Wald gelebt, müsste der Farbwechsel fliessender sein.

Bei Sonneneinstrahlung von oben wirke der Rücken eines Tieres heller und der Bauch dunkler. Die Fellzeichnung von Sinosauropteryx gleiche genau diesen natürlichen Schattenwurf aus. Dadurch erschienen die Dinosaurier weniger dreidimensional und seien vom Hintergrund schlechter zu unterscheiden als einfarbige Tiere.

Streifen als Ablenkung
Die Augenmaske bewirke, dass die Augen weniger gut entdeckt werden können. Der gestreifte Schwanz könnte dazu gedient haben, Angreifer zu verwirren und von lebenswichtigen Körperpartien wie Bauch und Kopf abzulenken.

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