Riesenratte in Osttimor soll bis zu sechs Kilogramm gewogen haben
Sydney (sda/afd) Archäologen haben in Osttimor die Überreste einer riesigen Ratte gefunden. Sie soll bis zu sechs Kilogramm schwer geworden sein, schreiben die Forscher im "Bulletin of the American Museum of Natural History".
Insgesamt seien bei den Forschungsarbeiten 13 verschiedene Nagetiere unterschieden worden, sagte Ken Aplin von der australischen Wissenschaftsbehörde gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Ratten hätten vor 1000 bis 2000 Jahren gelebt und seien durch menschliche Landwirtschaft ausgerottet worden.
"Die grossangelegte Abholzung für landwirtschaftliche Nutzung führte wahrscheinlich zum Aussterben, das war nur durch die Einführung von Metallwerkzeugen möglich", sagte der Forscher. Er betonte, wie wichtig die Erhaltung von Nagetieren im Kampf für die Artenvielfalt sei.
"Rattenschutz ist schwer zu verkaufen", dennoch sei auch ihre Erhaltung wichtig. "Nager machen 40 Prozent der Säugetier-Arten weltweit aus und sind Schlüsselelemente in den Ökosystemen, sie sind wichtig bei der Erhaltung der Böden und der Verteilung von Samen", sagte der Wissenschaftler.
Die grössten lebenden Ratten wurden bislang in Papua-Neuguinea und den Philippinen gesichtet, sie wiegen rund zwei Kilogramm. Aplin ist optimistisch, dass sich auch in den verbleibenden Wäldern von Osttimor noch unbekannte Arten verbergen. "Teile der Insel sind immer noch stark bewaldet, wer weiss, was es da draussen noch so gibt?"
(SDA/ATS - sk/bsd075/SCT/4/100727 1148)
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Bilder: © Ulla Tampert, Dieter Schütz/pixelio.de
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