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Tierwelt: Nr. 35, vom 03. September 2010
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Graben und stauen für die Artenvielfalt

Bern (sda) An Schweizer Gewässern leben heute rund 1600 Biber. Sie sorgen mit ihrer Bautätigkeit für Konflikte mit der Landwirtschaft. Eine vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Donnerstag veröffentlichte Broschüre zeigt auf, wie überschwemmte Felder oder andere Schäden vermieden werden können.

Am besten vermeiden lassen sich Konflikte mit der Landwirtschaft, wenn den Bibern genug Lebensraum gewährt wird. Notwendig ist ein Uferstreifen von 10 bis 20 Metern, der extensiv bewirtschaftet wird und den die Nager möglichst nach ihren Bedürfnissen gestalten können. Noch besser ist ein Gehölzsaum entlang der Biber-Gewässer.

Chancen, solche Zonen zu realisieren, bieten die Revitalisierungs-Bemühungen für Schweizer Gewässer, bei denen kanalisierte Gewässer wieder in ihren natürlichen Zustand zurückgebaut werden.

Mit ihren Grab- und Stauarbeiten fördern die Biber die Artenvielfalt. Eine Vielzahl von Insekten, Amphibien, Fischen und Vögeln profitieren von den stetigen Veränderungen entlang der Gewässer.

Neben den Ratschlägen zum Umgang mit den Bibern enthält die Broschüre "Mit dem Biber leben" Karten über die Verbreitung des Castors in den einzelnen Kantonen.

Das BAFU stützte sich dabei auf eine im Jahr 2008 durchgeführte nationale Biber- Erhebung, derzufolge in der Schweiz 50 Jahre nach der Wiederansiedlung wieder rund 1600 Biber in freier Wildbahn leben. Der Biber war hierzulande vor etwa 200 Jahren ausgerottet worden.

(SDA/ATS - zt bu/bsd088/SCT/4/100729 1059)

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Bilder: © Ulla Tampert, Dieter Schütz/pixelio.de

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