Inserieren Abonnieren
Tierwelt: Nr. 35, vom 03. September 2010
E-Paper
Inserat bestellen

Vorzeige-Schleiereulen im Rheintal vermehren sich fleissig

Montlingen SG (sda) Die Schleiereulen im Rheintal produzieren fleissig Nachwuchs. Das Vorzeige-Schleiereulenpaar in Montlingen ist bereits an der zweiten Brut. Die Aufzucht der Jungvögel lässt sich per Webcam im Internet (www.pro-riet.ch) beobachten.

Die Schleiereulen fühlten sich offensichtlich wohl auf dem Hof Steigmatt in Montlingen, schreibt der Verein Pro Riet Rheintal, der das Artenförderungsprojekt zusammen mit der Vogelwarte Sempach und interessierten Landwirten aus der Region betreut.

Parallel zur Aufzucht aus der ersten Brut, habe das Schleiereulenpaar mit der Zweitbrut begonnen. Solche "Schachtelbruten" seien bei Schleiereulen nichts Ungewöhnliches. Als am 10. Juli die Zweitbrut startete, mussten im Nistkasten nebenan noch die Jungvögel der Erstbrut mit Futter versorgt werden.

Währenddem die flüggen Jungvögel der Erstbrut immer seltener im Nistkasten auftauchten, stieg die Zahl der Eier im benachbarten Kasten bis Ende Juli auf stattliche acht.

Das Montlinger Schleiereulenpaar nutzt zwei von 160 Nistkästen, die zwischen Au und Oberriet montiert wurden. Ziel des Projekts ist es, die Schleiereulen- und Turmfalkenbestände im St. Galler Rheintal durch ein grosszügiges Nistkastenangebot und Lebensraumaufwertungen zu fördern.

Auch sonst verlief laut dem Verein die Brutsaison im St. Galler (www.pro- riet.ch)Rheintal bisher erfreulich. Zeitgleich zur Erstbrut auf der Steigmatt zog ein zweites Schleiereulenpaar in Rebstein sechs Jungvögel gross.

3000 Mäuse in drei Monaten

Gesamtschweizerisch sehe die Situation weniger rosig aus. Zwei harte Winter in Folge haben den Schleiereulenbestand stark zurückgehen lassen. Die Vogelwarte Sempach rechnet mit mehreren Jahren, bis dieses Tief überwunden ist.

Der Fortpflanzungserfolg der Schleiereule hängt wesentlich vom Mäusebestand ab. Eine durchschnittliche Schleiereulenfamilie fängt alleine während der dreimonatigen Aufzuchtzeit bis zu 3'000 Mäuse.

(SDA/ATS - md tm/rdo209/SCT/4/100730 1218)

TED-Umfrage

Glauben Sie, dass man mit Tieren kommunizieren kann?
 Ja
 Nein
 Weiss nicht

Auswertung

TV-Tipps

Natur exklusiv Sa., 4. 9., 19.00 Uhr B 3 ..

Flugunfähige, nachtaktive Papageien, Pinguine, die ihren Nachwuchs in dichten Wäldern aufziehen, Kängurus, die auf Bäumen leben: Auf den abgeschiedenen Inseln des Pazifiks lebt eine sonderbare Tierwelt. Auf Neuseeland, mit seinen Regenwäldern, Gebirgen und Gletschern, hat sich im Laufe der Evolution eine Vielzahl einzigartiger Tiere entwickelt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Fledermäuse suchen auf dem Erdboden nach Insekten und Würmern anstatt in der Luft zu jagen und selbst Vögel wurden flugunfähig.

König der russischen Wälder So., 5. 9., 13.15 Uhr MDR..

«König» mag so gar nicht auf ihn passen: Der Seeadler liefert so manches Mal das Bild eines tollpatschigen, etwas begriffsstutzigen Räubers. Ein Filmteam hat ihn im Norden Weissrusslands beobachtet, in einer Landschaft aus abwechselnd lichten und dunklen Wäldern, mit sandigen Hügeln, jahrtausendealten Mooren und einer Vielzahl kleiner Seen, zwischen Tundra und gemässigter Zone, geprägt und gestaltet von der letzten Eiszeit.

Tierische Freunde So., 5. 9., 18.15 Uhr SF 1..

Die Notfallstation der Kleintierklinik des Tierspitals Zürich ist der erste Schauplatz der heutigen Sendung. Dort wird die Bullterrier Hündin Selma untersucht. Was mag der Grund für das Bluten aus Nase und Auge sein? Jay, ein Appenzeller Border Collie Mix, ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Hund. Doch er hat eine besondere Begabung: Er ist ein Igelsuchhund. Im Dienste des Igelzentrums Zürich rettet Jay Igel vor anstehenden Gartenrodungen. Esel Urs steht an diesem Tag ein grosses Abenteuer bevor. Er geht zum ersten Mal auf ein Eseltrekking des Regaboga Gnadenbrothofs in Neukirch Egnach TG.

Gibbons Mo., 6. 9., 13.15 Uhr 3sat ..

Als Charles Darwin im vorletzten Jahrhundert verkündete, Mensch und Affe seien nahe verwandt und hätten sogar gemeinsame Vorfahren, war dies für so manchen keine sehr erbauliche Vorstellung. Heute zieht es viele Menschen beim Besuch eines Zoos vor allem zu den Affen – vielleicht auch deshalb, weil sie ihr Verhalten gut zu verstehen glauben. Doch die erstaunlichsten Ähnlichkeiten des Menschen mit seiner wilden Verwandtschaft wurden erst in den letzten Jahren aufgedeckt.

Wüstenwelten Di., 7. 9., 9.00 Uhr SF 1..

Gemeinsam ist den Wüsten dieser Welt nur der Mangel an Niederschlag, denn keine gleicht der anderen. Den Naturfilmern gelangen einzigartige Aufnahmen von den Kräften der Natur, die in den Wüsten wirken. Im Death Valley hatten die Filmer besonderes Glück: Nur etwa alle 30 Jahre erblüht das Tal des Todes. Aus der Luft gelangen bisher noch nie gemachte Bilder von Tieren, die sich normalerweise von Wüsten fernhalten.

Der Rothirsch Mi., 8. 9., 20.15 Uhr SWR..

Die Brunft des Rotwildes ist ein imposantes Schauspiel. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. Mit diesen Bildern beginnt die Dokumentation, die in wunderschönen Bildern ein Hirschkalb durch sein erstes Lebensjahr begleitet. Zu den Höhepunkten zählen Aufnahmen riesiger Geweihhirschrudel, das Belauschen der Brunft der Hirsche und die Schilderung des schwierigen Lebens der Steinhirsche in den schneereichen Eiszonen oberhalb der Baumgrenze.

Vertraute Feinde Do., 9. 9., 16.30 Uhr 3sat..

Jahrelang haben sich die 40 Löwen des Savuti Rudels, die an der Westgrenze des Chobe Nationalparks in Botsuana leben, als Herren über alle anderen Tiere aufgespielt. Weil sie so viele sind, schrecken sie nicht einmal vor dem Angriff auf Elefanten zurück. So wurde auch die alte Anführerin der hier lebenden Serondela Elefanten vor Kurzem von Löwen getötet.

Papageien, Palmen & Co. Fr., 10. 9., 16.10 Uhr ARD..

Sensation auf der Papageien Zuchstation La Vera: Die Spix Aras, die seltensten und wertvollsten Vögel der Welt, haben ein Ei gelegt! Biologe und Kurator Matthias Reinschmidt ist begeistert, denn von diesen Vögel gibt es nur noch 68 Exemplare auf der ganzen Welt. Kaum lässt er den Bildschirm aus den Augen, der Kamerabilder aus dem Nistkasten zeigt. In der Tierklinik kommt ein Notfall an: Chupete, ein Rothandtamarin Äffchen hat ein zerfetztes Ohr. Ob er vielleicht von anderen Äffchen gemobbt wurde?

Faszinierende Wildnis Fr., 10. 9., 19.30 Uhr Arte..

«Faszinierende Wildnis» ist eine zehnteilige Dokumentationsreihe im HD Format. Sie zeigt fesselnde Geschichten und faszinierende Strategien aus dem täglichen Überlebenskampf. Die «Stars» sind die Lebewesen dieser Erde, auf allen Kontinenten und in allen Lebensräumen. Jede Folge ist einem der zehn wichtigsten Ökosysteme gewidmet und schildert die Dramen und Tragödien, die sich dort tagtäglich abspielen. Die fünfte Folge zeigt Überraschendes und Erstaunliches aus der Welt der Vögel.

Bilder: © Ulla Tampert, Dieter Schütz/pixelio.de

«Tierisch» Sendezeiten

Sonntag, 18.30 Uhr (stündliche Wiederholung). Tele Ostschweiz: Sonntag, 19.30 Uhr (stündliche Wiederholung bis Montag, 15.30 Uhr). Tele Bärn: Samstag und Sonntag, 15.20 und 16.20 Uhr. Tele Züri: Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 15 Uhr. Tele 1: Donnerstag, 18.30 Uhr (stündliche Wiederholung) und täglich 16.15 Uhr. Tele M1: «Tierisch» zeigt ein vom Schweizer Tierschutz anerkanntes Tierheim und sucht für einige seiner Bewohner ein neues Zuhause. Canal 9: Freitag, 18.20 Uhr (stündliche Wiederholung).