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Urteil

Bundesgericht entscheidet Waadtländer Katzenstreit

1 Kommentare Haustiere | Mittwoch, 7. November 2018, sda

Nach einer vierjährigen juristischen Auseinandersetzung darf eine Waadtländer Katze definitiv bei ihrer ursprünglichen Eigentümerin bleiben. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Die Eigentümerin hatte ihre Katze im Dezember 2013 einem Bekannten zur Pflege übergeben, weil sie für fünf Wochen in die Ferien fuhr. Nach ihrer Rückkehr holte sie ihr Tier jedoch nicht ab.      

Erst bei einem Besuch im Oktober 2014 beim hütenden Bekannten, nahm die Frau die Katze einfach mit. Der Mann ging vor Gericht, und die Katzenliebhaberin wurde erstinstanzlich wegen Diebstahls zu einer Busse von 2000 Franken verurteilt. Das Waadtländer Kantonsgericht hob das Urteil auf.      

Der Pflegevater zog deshalb vors Bundesgericht. Dieses wies die Sache im Februar an die Vorinstanz zurück. Das Kantonsgericht musste prüfen, ob der Mann das Eigentum an der Katze allenfalls ersessen hat.      

Das Kantonsgericht verneinte diese Frage. Und das Bundesgericht stützt in einem am Mittwoch publizierten Entscheid diese Sichtweise. Das Tier sei dem Mann nur zur vorübergehenden Pflege übergeben worden. Daraus könne kein Eigentum abgeleitet werden

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Kommentare (1)

Barbara Dahortsang am 07.11.2018 um 23:18 Uhr
Die arme Katze hat hier wohl kein Mitspracherecht? Das ist unfair. Ein Katzenpsychologe sollte ein Gutachten erstellen, und herausfinden, was wohl die Katze dazu meint, und wo sie lieber bleiben möchte. Ich würde mal vermuten, die Katze hat sich bestens eingelebt und keine Lust auf einen neuerlichen Umzug zurück an den alten Ort. Es geht doch nicht, eine Katze für 5 Wochen jemandem in die Ferien zu geben, sie dann tatsächlich für 10 Monate dort zu belassen und nachher ein Riesentheater zu veranstalten, weil der Mann sie behalten möchte. Ich denk, die Frau hat nicht nur eine Katze, sondern auch eine Meise. Hauptsache, die menschliche Possessivität hat sich wieder einmal Geltung verschafft. Tiere müssen also wirklich oft die Neurosen ihrer Menschen erdulden.

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