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Editorial

Anmutige Flugstaffeln

Wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, schaue ich gern über die Häuser des Dorfes, in dem sie wohnen. Denn da gibt es ein selten gewordenes Schauspiel zu sehen: Zehn, zwanzig weisse Flecken erheben sich von einem Dach, steigen in die Luft, beschreiben über der Kirche einen Halbkreis, kehren heim und landen wieder.

Es sind Rassetauben im Freiflug. Tiere, die einst in der ländlichen Schweiz genauso zu einem Bauernhof gehörten wie der Obstgarten und der Hühnerstall. Im Trupp flogen sie jeweils vom Estrich oder von der Scheune auf die Getreidefelder und pickten dort Körner,
die nach der Ernte übriggeblieben waren.

Die Gründe, aus denen die Bauern Tauben auf ihrem Hof nicht nur duldeten, sondern sogar zu züchten begannen, waren mannigfaltig: Die Freude an den Farben ihres Gefieders und an ihren anmutigen Flugstaffeln spielte wohl ebenso eine Rolle wie die Aussicht auf den einen oder anderen Taubenbraten.

So entstanden im Lauf der Zeit Hunderte von Taubenrassen – und es überrascht nicht, dass viele davon auf Bauernhöfen erzüchtet wurden. Ein besonders schönes und beeindruckendes Beispiel dafür stellen wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, im Schwerpunkt dieser Ausgabe auf Seite 16 vor: den Eichbühler. 

Es handelt sich um eine Berner Taubenrasse, die vor mehr als 200 Jahren herausgezüchtet wurde. Wie genau und aus welchen Gründen lässt sich zwar heute nicht mehr nachvollziehen. Aber dafür weiss man noch ganz genau, auf welchem Hof die Rasse entstand: auf dem Hof Eichbühl in Auswil im Oberaargau.

Wer die Eichbühler in ihrer ganzen Pracht bewundern möchte, der merkt sich das nächste Wochenende vor, den 23. und 24. November. Dann findet in Langenthal BE die Nationale Taubenausstellung statt. Mit mehr als 2300 Tauben verschiedenster Rassen ist es der Anlass schlechthin für Taubenfreunde – und solche, die es werden möchten. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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