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Editorial

Schock am Strand

Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem mir so richtig bewusst wurde, wie verheerend das Problem mit den Plastikabfällen ist. Es ist einige Jahre her und wir waren auf einer griechischen Insel in den Ferien. An dem Tag mieteten wir ein Auto und machten eine kleine Inselrundfahrt.

An einer Stelle nahmen wir ein kleines, rumpliges Weglein in Richtung Strand. In Richtung eines unberührten Strands, wie wir dachten. Doch was ich da sah, haute mich fast um. Menschen gab es zwar weit und breit keine an dem Strandabschnitt. Aber unberührt?  Von wegen!

Der Strand war eine Müllhalde. Da lagen PET-Flaschen, Plastik­röhrchen, Plastiksäcke, Trinkbecher, Stücke von Seilen, halbe Autoreifen und ganze Kanister. Ein Volleyball, der irgendwo herumlag, war in so gutem Zustand, dass ich ihn gleich mitnahm. Wir haben noch mehrere Jahre mit ihm gespielt. 

Damals war ich schockiert. Heute weiss jedermann, dass die Weltmeere zu Müllkippen verkommen sind. Millionen Tonnen Plastikabfälle treiben in den Ozeanen. Es werden immer mehr – und einiges schwemmen die Wellen an genau solche Strände, wie ich sie damals in Griechenland gesehen habe. 

Weniger bekannt ist, dass auch die Schweiz ein Plastikproblem hat. Zwar wird bei uns Plastikmüll rezykliert oder verbrannt – das ist gut. Trotzdem schätzen Forscher, dass im Genfersee jedes Jahr 50 Tonnen Abfall landen. Der Grossteil sind winzige Teilchen, die sich zum Beispiel beim Fahren und Bremsen von Autopneus lösen.

In unserem Schwerpunkt ab Seite 10 lesen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, aber noch viel mehr zum Thema Plastikmüll. Zum Beispiel, auf welche Weise der ganze Plunder Tiere gefährdet. Was freiwillige Plastiksammler an Schweizer Flussufern entdecken. Und wie ein Schweizer Segler ein Schiff bauen will, so gross wie ein Fussballplatz, das den Plastik aus dem Meer fischt. Ich wünsche Ihnen eine nachdenkliche Lektüre.

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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