Sie sind hier: TierweltMagazinAktuelle Ausgabe

Share

zum E-Paper

Editorial

Unter dem Radar

Es gibt Tiere, die jeder kennt. Und andere, von denen die meisten von uns noch nicht einmal den Namen gehört haben, geschweige denn beschreiben könnten, wie sie aussehen. Manchmal sind die Gründe für diese Verzerrung der menschlichen Wahrnehmung offensichtlich.

Ein Eichhörnchen beispielsweise lässt sich mit etwas Glück auf dem sonntäglichen Waldspaziergang entdecken; der Gartenschläfer hingegen ist dafür zu selten und zu nachtaktiv. Und die Gemeine Goldwespe ist zwar genauso farbenprächtig, aber halt viel kleiner als die Blaumeise.

Doch manchmal kann man sich mit Fug und Recht fragen, wie es dazu gekommen ist, dass eine Art es in unser Bewusstsein geschafft hat, eine andere aber nicht. Ein gutes Beispiel dafür geben die Prachtfinken ab. Dieser Vogelfamilie mit rund 140 Arten widmen wir den Schwerpunkt dieser Ausgabe ab Seite 10.

Die vielleicht bekanntesten Prachtfinken sind die Gouldamadine und der Zebrafink. Viele von Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, werden zumindest die Namen dieser beiden oft gehaltenen austra-lischen Vogelarten gehört haben. Gut möglich, dass Sie sogar schon die Gelegenheit hatten, ihre Farbenpracht zu bestaunen.

Doch wie steht es mit folgenden Namen? Goldbrüstchen, Grüner Tropfenastrild, Elfenastrild, Lauchgrüne Papageiamadine oder Schmetterlingsfink. Auch diese Prachtfinken haben wunderbare Gefiederfarben (den Schmetterlingsfinken finden Sie auf der Titelseite), kamen als Volierenvögel aber viel weniger in Mode. 

Wahrscheinlich gibt es mehrere Gründe dafür. Handelswege, Haltungsschwierigkeiten, Zufall – all das kann eine Rolle dabei gespielt haben, dass manche Arten öfter oder weniger oft nach Europa gelangten. Wobei es für die Vögel vielleicht gar ein Vorteil ist, wenn sie unter dem menschlichen Radar hindurchfliegen:

Die bei uns beliebte Gouldamadine gilt heute als gefährdetster Prachtfink überhaupt. Ich wünsche Ihnen eine farbenfrohe Lektüre.

 

 

 Simon Koechlin, Chefredaktor

Gefährliche Liebschaften

Kopffüsser sind nicht nur intelligent, sondern auch leidenschaftlich. Sie stehen auf Kuscheln, Reizwäsche oder Orgien. Und es gibt Krakenmännchen, die für Sex bezahlen. Mit ihrem Leben.

Eine prächtige Finkenfamilie

Prachtfinken sind wahrhaft prächtig. Die kleinen Vögel, die aus Afrika, Asien, Ozeanien und Australien stammen, glitzern in den schönsten Farben. Das macht sie auch für Vogelhalter und -züchter interessant.

Hirschhaltung bleibt eine Nische

Einheimisches Wildfleisch ist eine Rarität. Der grösste Teil stammt von der Jagd, auch wenn immer mehr Bauern Hirsche halten. Ein Besuch bei Hirschhalter Martin Schurter, der die Nische bewusst besetzt. 

Share

Galerien Alle Galerien