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Editorial

Ein Lieber für den Bösesten

Am Wochenende steigt eines der grössten Sportfeste des Jahres: In Zug messen sich die «Bösen», also die besten Schwinger des Landes am Eidgenössischen in Zug. Dem Sieger winken Ruhm und Ehre, der eine oder andere Sponsorenvertrag – und ein Stier mit dem Namen Kolin.

Grund genug für uns, den Schwerpunkt dieser Ausgabe ab Seite 10 dem Thema «Stier» zu widmen. Wir haben Kolin (den Sie auch auf dem Titelbild sehen) schon vor einigen Wochen in Unterägeri ZG besucht. Dort wurde er von seinem persönlichen Betreuer, Mändel Nussbaumer, über Monate auf den grossen Auftritt vorbereitet.

Nicht jeder Stier in unserem Land macht aber derart Karriere wie Kolin. Vielen männlichen Kälbern ist kein langes Leben beschert – weil sie keine Milch geben, landen sie nur allzu schnell auf der Schlachtbank. Züchter brauchen nur die schönsten und kräftigsten Muni, um ihre Kühe zu decken.

Auch das Leben eines solchen Zuchtstiers ist längst nicht immer so ruhmreich, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Oft liefert er in einer Halle seinen Samen ab, den der Händler dann dem Bauern verkauft. Besser haben es da die sogenannten Natursprungmuni, die als Teil einer Kuhherde viel Auslauf bekommen.

Für manch einen Wanderer ist es allerdings ein Alptraum, wenn er eine Weide queren muss, auf der ein Stier weidet. Doch sind Muni wirklich derart böse und gefährlich, wie der Volksmund sagt? Wir haben Experten befragt, die auch erklären, wie Landwirte und Züchter darauf hinarbeiten, dass möglichst zahme Stiere auf die Weiden kommen. 

Nun, Kolin ist ganz bestimmt kein böser Stier – sonst hätten ihn die Schwinger nicht zum Siegermuni gekürt. In den letzten Monaten hat er sich mit verschiedenen Auftritten zudem an Jubel und Trubel gewöhnt. Trotzdem bin ich gespannt, wie er den Riesenanlass mit rund 300 000 Besuchern meistert. Ich wünsche Ihnen eine gute 

Lektüre – und ein bäumiges Schwingfest. 

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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