Trotz Verbot: Stierkämpfe für Touristen in Katalonien

Barcelona (sda/dpa) In der nordostspanischen Region Katalonien finden trotz eines Verbots Stierkämpfe statt. Wie die Zeitung "El Periódico de Catalunya" berichtete, werden die Kämpfe für Touristen veranstaltet.

Sie finden in kleinen Arenen statt, die sich auf dem Terrain von zwei Zuchtbetrieben in der Nähe der Kleinstadt Tortosa befinden. Die Kämpfe werden den Touristen demnach im Rahmen von Ausflugspaketen unter dem Schlagwort "typical spanish" angeboten, zu denen auch ein Paella-Essen und ein Flamenco- Spektakel gehören.

In den Arenen der Züchtereien bekommen die Touristen dem Bericht zufolge eine abgemilderte Version des Stierkampfs geboten. Den Tieren werden keine Spiesse ("banderillas") in den Nacken gestochen, und sie erhalten vom Torero auch keinen Todesstoss. "Es fliesst kein Blut, damit die Empfindlichkeit der Besucher nicht verletzt wird", sagte die Besitzerin einer Züchterei der Zeitung.

Die überwiegend aus Russland stammenden Touristen verbringen ihre Ferien an den Stränden der Costa Dorada südlich von Tarragona. In Katalonien war Anfang dieses Jahres ein Stierkampfverbot in Kraft getreten, das vom Regionalparlament in Barcelona verabschiedet worden war.

(SDA/ATS - lif/bsd090/DAC/4/120819 1554)

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