Gemeinsam den Geheimnissen der Meere auf der Spur

Haigebiss in Ausstellung

In der Ausstellung im Zoos Basel sind zahlreiche Exponate wie beispielsweise dieses Haifischgebiss ausgestellt. Ausserdem gibt es Tiefseetiere aus der Sammlung des Meeresbiologen Dr. Johannes Kinzer zu sehen. Er sammelte Tiefseefische während zahlreicher Expeditionen in den 1960er- und 1970er-Jahren im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean.

Torben Weber

Sponsored Content wissenschaftliche Zoos der Schweiz
Seit dem 9. September zeigt der Zoo Basel die neue Ausstellung «Geheimnisvolle Meere». Diese entstand aus der seit 2017 bestehenden Kooperation mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, eine der weltweit führenden Meeresforschungsinstitutionen.

Nina Decrue, Projektleiterin der Ausstellung, zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz: «Die Ausstellung wird rege genutzt. Ich beobachte immer wieder, wie Erwachsene und auch Kinder die verborgene Unterwasserwelt mit grossen Augen bestaunen. Die Begeisterung und Faszination für die Ozeane sind definitiv spürbar, was mich sehr freut.»

Blick in die Welt der ewigenDunkelheit
Die Ozeane bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche. Für das Leben auf der Erde sind sie unverzichtbar. Die Tiefen der Meere sind für uns Menschen genauso unzugänglich, lebensfeindlich und fremd wie das Weltall. Im Zoo Basel nimmt das Forschungstauchboot JAGO die Besucherinnen und Besucher jetzt mit in diese weitgehend unerforschte Welt. Sie erhalten einen Einblick in die aktuelle Meeresforschung und treffen auf skurrile Tiefseebewohner. Im abgedunkelten Ausstellungsraum erhascht man durch Bullaugen einen Blick auf den Drachenfisch, den Segelkalmar, den Laternenfisch und andere Exponate aus der Sammlung von Dr. Johannes Kinzer. Der Meeresbiologe und ehemalige Aquariumsleiter des Kieler Instituts für Meereskunde (IfM) sammelte diese Tiefseefische während zahlreicher Expeditionen in den 1960er- und 1970er-Jahren im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean. Gleich daneben zeigt ein kleines Kino Videosequenzen eines Tauchganges zur Erforschung des Tiefseebodens. Es gibt eine Leseecke für Kinder und die Bedrohungen und der Schutz der Ozeane werden thematisiert.

Naturschutzfranken für Schwämme
Die Organisation «Marinecultures» engagiert sich beispielsweise für den Meeresschutz. Dazu hilft sie auch den Menschen an der Küste von Sansibar. Zusammen mit der lokalen Bevölkerung baut sie Schwammfarmen auf, entwickelt Projekte für den Schutz der Korallen und setzt sich für eine nachhaltige Fischerei ein. Der freiwillige Naturschutzfranken, welchen Besucherinnen und Besucher mit dem Ticketverkauf im Zoo Basel entrichten können, kommt auch «Marinecultures» zugute.

Zusammenarbeit von Zoo Basel und GEOMAR
Die Kooperation des Zoo Basel mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel besteht seit 2017. Zu den Forschungsschwerpunkten des GEOMAR gehören Themen wie: die Rolle des Ozeans im Klimawandel, menschlicher Einfluss auf marine Ökosysteme, marine Ressourcen, Plattentektonik und marine Naturgefahren. Ein aktuelles Forschungsbeispiel dreht sich um den Weg des Plastiks in den Ozeanen. GEOMAR hat ein einzigartiges «Instrumentarium» zur Verfügung: Drei Forschungsschiffe sind praktisch rund ums Jahr unterwegs, um Wissenschaftlern aus der ganzen Welt Meeresforschung zu ermöglichen. Ausserdem verfügt GEOMAR über «JAGO», das einzige bemannte Forschungstauchboot Deutschlands, sowie ferngesteuerte und autonome Unterwasserroboter mit Tauchtiefen von bis zu 6000 Metern. Der Zoo Basel hat dank der Kooperation mit dem GEOMAR Zugang zu den aktuellsten Entwicklungen in der Meeresforschung. Dr. Gerd Hoffmann Wieck vom GEOMAR: «Wir freuen uns sehr, dass das Zoo-Publikum an den Resultaten dieser Forschung und am Wissensschatz des GEOMAR teilhaben und so buchstäblich in die Welt der Ozeane eintauchen kann.» Durch die Zusammenarbeit mit dem GEOMAR möchte der Zoo Basel seine wissenschaftliche Vermittlungstätigkeit stärken und die meereskundliche Forschung fördern.

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