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Editorial

Ausgesperrt statt aus dem Rhein gehoben

Ab und an schlendere ich über eine der schönen Basler Rheinbrücken. Dann stelle ich mir immer vor, wie der Fluss unter meinen Füssen wohl vor hundert Jahren ausgesehen hat. Floss er ebenso träg wie heute? War er vielleicht etwas klarer? Und: Hat man damals irgendetwas gesehen von den Millionen Lachsen, die hier schwammen?

Denn so unglaublich das heute klingen mag: Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war der Rhein der bedeutendste Lachsfluss Europas. Jahr für Jahr zogen Unmengen dieser Wanderfische den Fluss hoch, um in den Zuflüssen im Schwarzwald, im Elsass und in der Schweiz ihren Laich abzulegen – und dann zu sterben.

Noch heute stehen in und um Basel Anlagen, die davon zeugen, dass die Lachsfischerei einst ein wichtiger Wirtschaftszweig war: sogenannte Fischergalgen. Das sind Konstruktionen, mit denen ein Netz auf den Flussgrund versenkt und wieder hochgekurbelt wird. So wurden früher die Salmen, die Lachse, aus dem Rhein gehoben.

Ab ungefähr dem Jahr 1900 nahmen die Lachsbestände drastisch ab. Die Überfischung trug sicherlich dazu bei, die Verschmutzung des Wassers ebenso. Doch letztlich wurden die Lachse ganz einfach ausgesperrt: Unterhalb Basels entstanden rund ein Dutzend Wasserkraftwerke. Für Fische, nicht nur für den Lachs, wurden die dafür gebauten Stauwehre zu unüberwindbaren Hindernissen.

In unserem Schwerpunkt ab Seite 10 lesen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wie Fischer, Naturschützer und Behörden versuchen, den Rhein – und andere Flüsse – für Fische wieder durchlässiger zu machen. Es sind lange Prozesse und Verhandlungen, doch es besteht die Hoffnung, dass dereinst unter den Basler Brücken wieder Lachse schwimmen. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und eine frohe Woche.

In unserem Schwerpunkt ab Seite 10 lesen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wie Fischer, Naturschützer und Behörden versuchen, den Rhein – und andere Flüsse – für Fische wieder durchlässiger zu machen. Es sind lange Prozesse und Verhandlungen, doch es besteht die Hoffnung, dass dereinst unter den Basler Brücken wieder Lachse schwimmen. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und eine frohe Woche.

Simon Koechlin, Chefredaktor

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