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Editorial

Der Marder auf dem kalten Blechdach

Den Igel in unserem Garten habe ich in den letzten Wochen nicht mehr gesichtet. Und das ist gut so. Denn der stachelige Geselle muss nun Winterschlaf halten. Vielleicht steckt er im Laubhaufen, den wir unter einem Baum aufgeschichtet haben. Vielleicht hat er sich unter einem Strauch ein Lager errichtet. Egal, er wird schon den richtigen Platz gefunden haben.

Den Marder hingegen habe ich letzthin auf frischer Tat ertappt. Es war spätabends, ich stand in der Küche. Plötzlich polterte es auf dem Blechdach vor dem Küchenfenster – und ich sah im Dunkel die Silhouette eines possierlichen Tieres vorüberhuschen. Danach bewunderte ich die Pfotenabdrücke, die der Marder im frisch gefallenen Schnee hinterlassen hatte.

Der Igel komatös, der Marder hellwach: Weshalb ist das so? Warum ziehen sich einige Tiere im Winter zurück in ihre Höhle oder ihren Bau, andere hingegen bleiben aktiv, scheinbar unbeirrt von Kälte und Schnee? Das sind Fragen, die wir uns für den Schwerpunkt dieser Ausgabe gestellt haben.

Ab Seite 10 zeigen wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, die verschiedenen Strategien, mit denen die Tiere durch den Winter kommen. Sie werden überrascht sein, was sich die Natur alles erdacht hat. Oder hätten Sie gewusst, dass es Frösche gibt, die sich regelrecht einfrieren lassen?

Sich durchfrieren zu lassen, ist für uns Menschen nicht empfehlenswert. Wir haben andere Methoden gefunden, um den Winter zu überstehen: dicke Kleider und warme Häuser. Ganz überlisten können wir die Natur aber nicht. Das zeigt unser Artikel auf Seite 48 über einen Kaninchenzüchter in den Bündner Bergen.

Ich wünsche Ihnen warme Tage!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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