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Editorial

Mehr als Löwenfutter

Wer nicht gerade ein Experte ist, tendiert meist dazu, die Vielfalt des Tierreiches zu unterschätzen. Was zum Beispiel glauben Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Wie viele verschiedene Antilopen gibt es? Die Antwort: 91 Arten solcher Hornträger leben weltweit, 72 allein in Afrika. Hätten Sie es gewusst?

Ich nicht. Bevor wir die vorliegende «Tierwelt»-Ausgabe recherchiert und gestaltet haben, hätte ich vermutet, dass es vielleicht zwei Dutzend Antilopenarten gibt. Ich war baff, als ich merkte, wie gross die Vielfalt dieser herrlichen Tiere ist, die in vielen Tierdokumentationen nicht mehr sind als Beute für Löwe oder Gepard.

Unser Fokus ab Seite 10 zeigt die Antilopen Afrikas in ihrer ganzen Pracht. Wir präsentieren Ihnen diverse Arten dieser wunderbaren Tiere. Sie lernen den winzigen Kronenducker kennen, den kräftigen Wasserbock und die wunderschöne Oryx, die auch das Titelbild dieser Ausgabe ziert.

Und wir stellen Ihnen die grösste Antilope Afrikas vor, die Elen­antilope. Die gibt es nämlich auch in der Schweiz zu bestaunen: auf einem Hof im aargauischen Fricktal, wo zwei Freunde die fast ein bisschen an Kühe erinnernden Tiere halten und züchten, um ihr Fleisch zu verkaufen. 

Ansonsten halten hierzulande bloss Zoos die eine oder andere Antilopenart. Der Zoo Basel zum Beispiel den Kleinen Kudu. Im Interview sagt die zuständige Kuratorin, was es braucht, um diese dezent gestreiften Tiere zu pflegen, und was sie selber an den Kudus begeistert. Und sie erklärt, was der Unterschied ist zwischen Antilopen und Gazellen.

Neben den Antilopen beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe mit diversen anderen Tieren. Mit Kaninchen, Hühnern, Wellensittichen. Mit Katzen und Hunden. Mit einem Fisch, dessen Schwimmblase so wertvoll ist wie Kokain, und mit einem Käfer, der in den letzten Jahren so häufig geworden ist, dass auch Sie ihn heute mit etwas Glück in Ihrem Garten beobachten können. Viel Spass beim Lesen! 

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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Wanderer, Kletterer und Springwunder

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