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Editorial

Die einfacheren Haustiere?

Wer sich ein Haustier anschaffen will, sollte sich bewusst sein, worauf er sich einlässt. Hundehalter etwa müssen wetterfest sein – ein Hund braucht Bewegung, selbst wenn es regnet oder schneit. Katzenhalter wiederum sollten keine Haar- und Kistchenputz-Allergie haben und allfälligen Kratzattacken auf ihre Möbel gelassen entgegensehen. 

Schlangen, Echsen oder Fröschchen scheinen da die einfacheren Haustiere zu sein. Ein Terrarium hat in jedem Zimmer Platz, die Schlange darin macht keinen Lärm, braucht nur alle paar Tage oder Wochen Futter und hat keine Haare, die sich in der ganzen Wohnung verteilen könnten.

Doch so einfach ist es nicht, wie der Schwerpunkt dieser Ausgabe zeigt. Reptilien und Amphibien sind oft eher empfindliche Tiere – und zudem ist Schlange nicht gleich Schlange. Jede Art hat ihre eigenen Bedürfnisse. Temperatur, Lichtverhältnisse und Luftfeuchtigkeit müssen exakt stimmen, damit sich ein Tier wohlfühlt. 

Auch wer in die Terraristik einsteigen möchte, sollte sich deshalb vorher genau informieren. Woher stammt die Art, die ich halten möchte? Lebt sie natürlicherweise im Regenwald oder in der Wüste? Was frisst sie? Welche gesetzlichen Vorschriften sind bei der Haltung zu beachten? Solche Fragen gilt es zu stellen.

Wer das getan hat, auf den wartet freilich ein weites, faszinierendes Feld: Die Fülle an Terrarientierarten ist riesig. Der wunderbare Madagaskar-Taggecko, den Sie auf dem Titelbild bestaunt haben, die farbenfrohe Kornnatter, die Sie auf Seite 10 sehen werden, die Bartagamen, Pfeilgiftfröschchen und Klapperschlangen, über die wir ab Seite 12 berichten, sind nur einige davon.

Eine enorme Vielfalt, liebe Leserin, lieber Leser, findet sich auch unter den hiesigen Hühnerrassen. Wir haben für Sie auf Seite 48 die wichtigsten Federfarben und -zeichnungen zusammengetragen. Getupft, gescheckt, gesperpert, gestreift: Sie werden staunen, was es alles gibt! Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre. 

 Simon Koechlin, Chefredaktor

Auf dem Sprung

Sprünge über zwei Meter bewältigen Pferde mit den entsprechenden körperlichen Voraussetzungen mühelos. Unter dem Reiter demonstrieren sie das bei sogenannten Mächtigkeitsspringen oder Puissances, die allerdings auf Turnieren immer seltener werden. 

Im Lendenschurz gegen die Abholzung

Seit bald zwanzig Jahren ist der Basler Aktivist Bruno Manser im Regenwald von Borneo verschollen. Sein Leben gäbe Stoff für einige Filme her. Ein neuer kommt jetzt ins Kino und erzählt die ganze Geschichte. 

Die Unbesiegbare

Man hat schon 4000 Insektizide gegen sie ausprobiert, warf Gifte aus Bombern auf sie ab. Doch die Rote Feuerameise lässt sich von nichts und niemandem aufhalten. Sie erobert die USA – und vielleicht bald die ganze Welt. 

Ein Keller voller Giftschlangen

Was für manche Menschen ein Horror ist, fasziniert Philippe Schneider. Der 34-Jährige hält in seinen Terrarien in Thierachern bei Thun Giftschlangen. Klapperschlangen sind sein Spezialgebiet.

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