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Editorial

Miau im Munggenbau

Wanderer kennen den Star dieser «Tierwelt»-Ausgabe: Wer in den Bergen unterwegs ist, bekommt die scharfen Pfiffe des Murmeltieres allenthalben zu hören. Und wer Glück hat, erhascht dann und wann einen kurzen Blick auf eines der Tiere, bevor es in seinem Bau verschwindet.

Dass Murmeltiere pfeifen und Höhlen graben, wissen denn auch die meisten Menschen. Dass sie Winterschlaf halten, ebenfalls. Aber sonst? Hätten Sie gewusst, dass das Murmeltierweibchen auch «Katze» genannt wird, das Männchen «Bär» und die Jungtiere «Äffchen»? Und dass das Weibchen sogar miauen kann?

Das Murmeltier ist zwar ein Tier, das so sehr zur Schweiz gehört, dass es bei einer Ausmarchung zum Nationaltier in der engsten Wahl stünde. Doch es ist mit ihm wie mit vielem, das direkt vor unserer Haustür liegt: Wir meinen es zu kennen, in Wahrheit wissen wir aber nur wenig über seine Lebensweise.

Wir gehen den Geheimnissen des Murmeltiers ab Seite 10 nach. Wir fragen, was die Klimaerwärmung für die Zukunft dieses Baumeisters der Alpen bedeutet. Beschäftigen uns mit der Frage, weshalb in der Schweiz Herbst für Herbst mehrere Tausend Murmeltiere geschossen werden. Und zeigen, wo in der Schweiz sich die Tiere besonders gut beobachten lassen. 

Quasi auf dem Präsentierteller, liebe Leserin, lieber Leser, zeigten sich mir andere Tiere, denen ich mithilfe eines Experten an einem Spätsommermorgen nachspüren durfte: An der Sense wärmten sich Ringelnattern und Eidechsen so nahe am Wegrand in der Sonne auf, dass es sogar für einen ungeübten Fotografen wie mich möglich war, ein paar passable Bilder zu machen.

Die Bilder und die Reportage finden Sie auf Seite 30 dieser Ausgabe. Ich wünsche Ihnen viel Spass mit der «Tierwelt» – und bei Ihren eigenen Beobachtungen.

Simon Koechlin, Chefredaktor

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