Sie sind hier: TierweltMagazinAktuelle Ausgabe
zum E-Paper

Editorial

Die Kuh-Psychologen

Eigentlich ist es ja einfach für uns Menschen. Geht es uns nicht gut, können wir dies jemandem sagen: der Mutter, dem Liebsten, der Ärztin. Wir sprechen alle dieselbe Sprache, wir haben von klein auf gelernt, uns miteinander zu verständigen. Trotzdem weiss zuweilen nicht einmal der engste Familienkreis, was im Kopf eines Menschen vorgeht.

Noch viel schwieriger ist es, den Gemütszustand eines Tieres zu beurteilen. Dabei wäre es immens wichtig – für Haustierhalter ebenso wie für Landwirte, die oft eine grosse Anzahl von Tieren betreuen und möglichst rasch erkennen sollten, ob sich ihre Kühe, Schweine, Schafe oder Ziegen unwohl fühlen.

Unmöglich ist dies nicht. Zwar können Tiere nicht reden, aber sie senden – wie wir Menschen – Körpersignale aus, die auf ihre Verfassung hinweisen. Die Signale unterscheiden sich natürlich von Tierart zu Tierart und es braucht viel Erfahrung, um sie zu lesen. Aber nicht umsonst gibt es Menschen, die als «Pferdeflüsterer» oder  «Kuhversteher» bezeichnet werden.

Ab Seite 10 lesen Sie mehr zu dem Thema. Zum Beispiel, wie Schweizer Forscher das Ohrenwackeln von Schafen filmen und aus den Aufnahmen Rückschlüsse ziehen über die Stimmung der Tiere. Oder ein Interview mit einem sogenannten Kuhsignaltrainer. Laut ihm gibt es Hunderte von Erkennungszeichen, mit denen eine Kuh ihre Emotionen anzeigt. 

Nun, gross gestört hat mich der fotografische Misserfolg nicht. Ich freue mich vielmehr darüber, ein ziemlich seltenes, wunderschönes Insekt in meinem Garten zu haben. Denn, finde ich, ein Garten ist Leben: Er muss bunt sein, abwechslungsreich und es soll darin summen und zirpen.

Um Nutztiere, liebe Leserin, lieber Leser, geht es auch in unserer neuen Kolumne, die Sie von nun an immer in der zweitletzten Ausgabe des Monats lesen. Die Autorin Martina Frei, meine Vorgängerin als Chefredaktorin der «Tierwelt», erzählt in amüsanten Episoden, wie sie sich ihren Traum erfüllt und einen kleinen Bauernhof gekauft hat. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen.

Simon Koechlin, Chefredaktor

Teurer Reisespass für grosse Hunde

Ferienzeit ist Reisezeit. Nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner sind nun vermehrt unterwegs in Zügen oder Bussen. Je nach Verkehrsbetrieb gelten für Hunde andere Regeln. Ein Versuch der Entwirrung und ein Blick über die Grenzen

Ein musikalischer Naturversteher

Der erste Waldkindergärtner der Schweiz, der St. Galler Marius Tschirky, ist heute ein viel beschäftigter Musiker und Naturpädagoge. Mit seiner Jagdkapelle heizt er Kindern musikalisch gehörig ein.

Der Mythos der kirgisischen Pferde

Der Kinofilm «Centaur» erzählt die Geschichte eines Kirgisen, dessen grosse Leidenschaft Pferde sind. Ab und zu «leiht» er sich nachts welche aus, um gemeinsam mit den stolzen Tieren im Mondschein von der Freiheit zu träumen.

Galerien Alle Galerien