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Editorial

Die Frau im Okapiwald

Als die westliche Welt das Okapi Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte, war das eine Sensation. Zwar hatten europäische Forscher in Afrika schon jahrelang von dem Tier gehört. So erzählten Pygmäen dem berühmten Entdecker Henry Stanley auf seiner Kongoexpedition 1883 von pferdeartigen Wesen in ihren Wäldern.

Fast 20 Jahre später gelang es schliesslich dem Afrikaforscher und Diplomaten Harry Johnston, das geheimnisumwitterte Tier aufzuspüren. Er beschaffte gestreifte Fellstücke und später sogar einen Schädel, aufgrund dessen das Okapi richtig als ein Verwandter der Giraffe bestimmt wurde.

Der wichtigste Lebensraum des Okapis ist der Ituri-Wald im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Hier, mitten im Dschungel, lebt seit 30 Jahren die Schweizerin Rosmarie Ruf – als Direktorin einer Station, deren Ziel der Okapi-Schutz ist und in der bis vor einigen Jahren einige Okapis gehalten wurden.

Der wichtigste Lebensraum des Okapis ist der Ituri-Wald im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Hier, mitten im Dschungel, lebt seit 30 Jahren die Schweizerin Rosmarie Ruf – als Direktorin einer Station, deren Ziel der Okapi-Schutz ist und in der bis vor einigen Jahren einige Okapis gehalten wurden.

Auf Seite 12, im Schwerpunkt dieser Ausgabe, lesen Sie unser Interview mit Rosmarie Ruf. Sie erzählt, wie sie einst nach Afrika kam, wie Okapis im Regenwald gefangen werden und wie es weitergeht mit der Station. Denn Okapis leben dort momentan keine mehr: Im Jahr 2012 wurden bei einem Überfall sechs Menschen und alle Okapis getötet.

Erfreulicher ist die Okapi-Lage im Zoo Basel, dem einzigen Tierpark in der Schweiz, der die Waldgiraffen hält. 2016 gab es erstmals seit elf Jahren wieder ein Junges – und die Zooverantwortlichen sind guten Mutes, dass es so weitergeht. Mit welchen Methoden der Zolli seine stockende Okapizucht wieder zum Laufen gebracht hat, lesen Sie auf Seite 16.

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Ihnen bei den aktuellen Temperaturen eher nach kühlerem Lesestoff zumute ist, empfehle ich Ihnen den Artikel über den Winter-Strassendienst auf Seite 34. Sie werden überrascht sein, welche Streumittel es neben Salz gibt – und welche besonders umweltfreundlich sind. Gute Lektüre!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

Salz auf den Strassen – was sind die Alternativen?

Bei Kälte, Schnee und Eis wird in der Schweiz vor allem Salz gestreut. Alternative Streumittel mit ähnlichen Eigenschaften haben es dagegen schwer. Auch wenn sie in einigen Bereichen nachweislich umweltfreundlicher sind.

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