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Editorial

Ordnung im Bürotop

Ich nenne es die Archivierungsfrage: Jeder von uns steht täglich vor dem Entscheid, ob er den Kassenzettel, den Bankauszug, die «Tierwelt»-Ausgabe, das fertig gelesene Buch oder Urgrosis Gugelhopf-Form aufbewahren oder wegschmeissen will.

Natürlich geht dabei jeder Mensch individuell vor. Aber grob gesagt gibt es beim Thema Aufbewahren zwei Extremtypen: denjenigen, der sich von nichts trennen kann. Und denjenigen, bei dem kein Zettelchen auf ein früheres Leben hindeutet.

Wenn ich mich in meinem Büro umschaue (ein Kollege hat einmal den schönen Begriff «Bürotop» geprägt), gehöre ich zu Ersteren: Bücher und Papiere quillen aus den Regalen und bedecken Pult und Besucherstuhl. Letzteres hat den Vorteil, dass sich Besprechungen bei mir meist nicht in die Länge ziehen.

So war ich die richtige Person aus unserer Redaktion, um den Schwerpunkt dieser Ausgabe zu schreiben: Es geht um naturwissenschaftliche Sammlungen. Also um Museumskeller voller Käfer, Schmetterlinge, Vogeleier, getrockneter Pflanzen oder Steine.

60 Millionen solcher Objekte lagern in über 50 Schweizer Museen und Sammlungen. Ab Seite 10 erfahren Sie, liebe Leserin, lieber Leser, was es alles braucht, um Sammlungen anzulegen und die Präparate so zu konservieren, dass sie keinen Schaden nehmen.

Und Sie lesen, wozu die Sammlungen dienen. Forscher sammeln nicht um des Sammelns willen. Alte Belege können Hinweise darauf liefern, woher eine eingeschleppte Art stammt oder wie häufig ein Schädling früher war. Kurz: Wie sich die Welt entwickelt.

Um diesen Schatz nützen zu können, müssen die Sammelobjekte aber auch zugänglich sein für denjenigen, der sie erforschen will. Daran arbeitet die Schweizer Wissenschaft mit einer Digitalisierungsoffensive. In meinem Bürotop werde ich nicht so weit gehen. Aber vielleicht starte ich demnächst eine Offensive für etwas mehr Ordnung. In aufgeräumter Stimmung grüsst Sie

 Simon Koechlin, Chefredaktor

«Ich kenne kein anderes Pferd, das so viel kann»

Die Pferdetrainerin Sandra Wanner arbeitet an ihrem ersten Film. «You get what you give» soll für einen respektvollen Umgang mit Tieren werben. Der Star ist der Wallach Marengo, der bereits für den Kinofilm «Ostwind» vor der Kamera stand. Was dagegen noch fehlt, ist Geld. 

Fliegende Fernsehstars

An der Rassetauben-Ausstellung vom Januar in Giubiasco hatten die Brieftauben einen ganz speziellen Auftritt. Das Tessiner Fernsehen RSI hatte sich für den Anlass interessiert und rückte dabei vor allem den Brieftaubenauflass in den Fokus.

Schöne Landschaften gefallen auch den Tieren

Ein neues Förderinstrument motiviert Landwirte, ursprüngliche Elemente der Kulturlandschaft zu erhalten. Dabei erfreuen Wildhecken und Steinhaufen nicht nur das Auge, sondern bieten auch Tierarten mit spezifischen Ansprüchen Lebensräume. 

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