In den britischen Hochwassergebieten hat sich nach den schweren Regenfäll en die Lage etwas entspannt. In einigen Regionen Nordenglands gingen die Wasserst ände am Donnerstag bereits zurück. In Schottland hatte der Nordatlantik-Sturm «Frank» am Mittwoch am stärksten zugeschlagen. Er war die dritte Flutwelle innerhalb eines Monats in Grossbritannien.
Vor der Küste Norwegens ist ein Mensch ist ums Leben gekommen, als in der Nacht auf Donnerstag die Bohrplattform im Ölfeld Troll, westlich von Bergen, von einer gewaltigen Welle getroffen wurde. Wegen des heftigen Seegangs mussten zudem Hunderte Mitarbeiter auf mehreren Bohrplattformen vor der Küste in Sicherheit gebracht werden.
Nach Wochen mit sommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad, ist an Silves ter in Griechenland der Winter eingebrochen. Im Norden des Landes herrschte vielerorts Dauerfrost. In den Gebirgsregionen behinderten Schnee und vereiste Strassen den Verkehr, wie der Zivilschutz mitteilte. In der Ägäis wehten stürmische Winde. Auf den Inseln, wie Lesbos, herrschten an Silvester Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Überschwemmungen in den USA
Schwere Unwetter in Teilen der USA haben in der vergangenen Woche mindesten s 50 Menschenleben gefordert, wie CNN berichtete. Das Hochwasser könnte dem Wetterdienst zufolge bis Mitte Januar anhalten, meinen Meteorologen. Zahlreiche Menschen mussten bisher ihre Häuser verlassen, weil beispielsweise der Mississippi und einige Nebenflüsse über die Ufer traten und auch am Donnerstag weitere Teile der Bundesstaaten Missouri, Illinois und Kentucky überschwemmten.
Der mexikanische Bundesstaat Chihuahua hat wegen der heftigen Schneefälle und niedrigen Temperaturen der letzten Tage in 20 Gemeinden den Notstand ausgerufen. Der Status setzt Massnahmen zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmi tteln, Medikamenten und Unterkünften während der extremen Wetterlage im Norden des Landes in Gang. Laut lokalen Medienberichten sind bislang drei Menschen in Chihuahua an den Folgen von Unterkühlung gestorben.
Wieder kühler am Nordpol
Nach den ausserordentlich hohen Temperaturen in den vergangenen Tagen («Tierwelt Online» berichtete) hat sich die Nordpolarregion wieder abgekühlt. Es sei dort etwa minus 15 Grad kalt, sagte die Meteorologin Jutta Perkuhn vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag in Hamburg. Noch am Vortag hatten die Temperaturen bei null Grad gelegen. Ursache warn ach Aussagen von Perkuhn ein Warmluftvorstoss. Gewöhnlich herrschen am Nordpol im Winter minus 30 bis minus 40 Grad.
Auf der Inselgruppe Spitzbergen im Nordatlantik war es am Donnerstag Perkuhn zufolge noch plus fünf Grad warm, doch auch dort werde die Temperatur bis Montag fallen. Die Temperaturen in der Polregion werden mit Hilfe von Bojen ermittelt. Direkt am Nordpol gibt es keine Wetterstation. Die am nächsten gelegene Landstation steht auf Spitzbergen 1500 Kilometer vom Pol entfernt.

