Nach Angaben der Parlamentsdienste vom Freitag hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) mit 13 zu 10 Stimmen die Einreichung eines Postulats beschlossen. Darin wird gefordert, dass die Rückstände des Pflanzengifts Glyphosat unter anderem in Lebensmitteln, im Tierfutter und im Gewebe von Nutztieren untersucht werden. Auch die Bevölkerung soll getestet werden.
Die WBK will den Bundesrat zudem mit einem Überblick über den Glyphosateinsatz in der Schweiz und der Ausarbeitung von Alternativen beauftragen. In den Diskussionen um das Unkrautvertilgungsmittel hat sich dieser bisher zurückhaltend geäussert.
Die Kontroverse ist ausgelöst worden, als die Krebsforschungs-Agentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat im März als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft hat. Sie stützte sich dabei auf die Auswertung verschiedener Studien. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das die Grundlagen für eine Neubewertung durch die EU-Kommission erarbeitet, kam jedoch zum gegenteiligen Schluss. Ein Entscheid steht noch aus.

