Als die Tierpfleger im Zoo Basel am Morgen des 1. April im Antilopenhaus die Arbeit aufnahmen, hatte die vierjährige Giraffenmutter Sophie gerade ihr Junges zur Welt gebracht, wie der Zoo mitteilt. Aufnahmen einer im Stall installierten Kamera zeigten, dass Sophie bereits um 5.45 Uhr aufgestanden und unruhig geworden war. Um 7.10 Uhr habe dann die Geburt stattgefunden.
Bei der Geburt war auch das Giraffenweibchen Kianga zugegen gewesen. Sophie wollte sie aber nicht allzu nahe kommen lassen. Das Neugeborene ist ein Männchen und heisst Majengo. Es war bei der Geburt 56 Kilo schwer und rund 1,80 Meter gross. Laut dem Zolli hat es bereits auch seinen Vater, den sechsjährigen Xamburu, kennengelernt, der ihn beschnupperte und beleckte.
Bitte leise!
Für Zolli-Besucherinnen und -Besucher ist Majengo ab Mittwoch 14 Uhr im Antilopenhaus oder auf der Aussenanlage zu sehen. Der Zoo bittet das Publikum jedoch, im Haus leise zu sein, um Mutter und Kind möglichst viel Ruhe zu gewähren. Sollte Sophie unruhig werden, müsste das Antilopenhaus geschlossen werden.
Das letzte im Zoo Basel aufgewachsene Giraffenjunge ist 2007 zur Welt gekommen. Damals hielt der Zoo Massai-Giraffen. Majengo gehört indes zur Unterart der Kordofan-Giraffen. Der Zolli beherbergt diese seit 2011 und möchte damit zu ihrem Schutz beitragen: Sie sind in freier Natur seltener und leben im Tschad, Nigeria und Kamerun.

