Die Petition wurde am Montag in Basel übergeben, als die Umweltminister der Rheinstaaten tagten. «Frankreich muss seine Hausaufgaben lösen», sagte Ruedi Bösiger von WWF Schweiz. Gemeinsam mit zwanzig Partnerorganisationen fordere der WWF die französische Regierung zum Handeln auf.
Im Visier der Umweltschützer stehen acht Kraftwerke der Electricité de France im Elsass. Sie bilden das letzte grosse Hindernis, das dem Lachs auf seiner Wanderung von der Nordsee bis nach Basel im Weg steht. Diese Kraftwerke müssten durch Fischtreppen passierbar gemacht werden, fordert der WWF.
Rheinwehre und ihre Folgen
Einst war der Rhein der grösste Lachsfluss Europas: Rund eine Million Lachse schwammen darin. Ihre Laichgründe reichten bis in die Voralpen. Doch dann wurden entlang des Flusses und seiner Zuflüsse zahlreiche Wehre und Kraftwerke gebaut –mit schlimmen Folgen für den Wanderfisch: Seit 50 Jahren gilt der Lachs in der Schweiz als ausgestorben.
In den vergangenen 20 Jahren wurde bereits viel investiert für die Rückkehr des Lachses. Insgesamt wurden im Rhein-Einzugsgebiet über 480 Wehre und Kraftwerke fischgerecht saniert. In seine ursprünglichen Laichplätze am Mittelrhein kehrte der Lachs denn auch zurück. Nun müssten nur noch die französischen Kraftwerke nahe der Schweizer Grenze saniert werden.

