Die Säbelzahntigerfalle

Eine Höhle in Spanien hat sich vor etwa neun Millionen Jahren als tödliche Falle für eine Reihe von Raubtieren erwiesen.

In einer ehemaligen Höhle in der Nähe des heutigen Madrid fanden sich Tausende Knochen von Raubtieren wie Säbelzahnkatzen, Bärenhunden oder Vorfahren des Roten Pandas, die vor neun Millionen Jahren gelebt hatten. Es fehlten hingegen Skelette von Pflanzenfressern. Ein Team um die Paläontologin Soledad Domingo von der University of Michigan in Ann Arbor hat nun eine Erklärung für diese Ansammlung geliefert.

Bisher war unter anderem vermutet worden, dass die Raubtiere möglicherweise das Erdloch übersehen hatten und in die Höhle hinabgestürzt waren. Die Forscher um Soledad Domingo schliessen diese Erklärung aus – das Fehlen von Skeletten pflanzenfressender Tiere zeigt ihrer Ansicht nach an, dass das Erdloch durchaus sichtbar gewesen sei. In ihrer Studie, die im Fachjournal «PLOS One» veröffentlicht wurde, liefern sie stattdessen eine andere Erklärung: Die Tiere seinen absichtlich in die Höhle hinabgesprungen, um dort Beute oder Wasser zu finden. Sie schafften es dann aber nicht mehr, an die Erdoberfläche zurückzuklettern.

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