Fürst Albert mit Meereschützerpreis ausgezeichnet

Fürst Albert II. von Monaco wird für sein Engagement als Meeresschützer in Kiel mit dem Deutschen Meerespreis 2016 ausgezeichnet. In seiner Dankesrede forderte er mehr Engagement für den Schutz der Meere.

«Wir alle müssen uns weiter für die Belange der Meere engagieren. Ohne sie werden wir nicht überleben», sagte er am Montag. Fürst Albert II. erhielt die Auszeichnung als Präsident des Mittelmeerforschungsrates (CIESM) und für seinen langjährigen Einsatz. Im Anschluss an die Preisverleihung eröffnete er den 41. CIESM-Kongress.

Zu der Veranstaltung werden in den kommenden Tagen mehr als 500 Wissenschaftler aus 50 Ländern erwartet. Der Rat tagt erstmals in Deutschland. Hier werde hervorragende Meeresforschung betrieben, daher freue er sich, dass der Mittelmeerforschungsrat in Deutschland tagt, sagte der Fürst.

Die deutsche Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte: «Für die meisten Menschen ist das Meer noch immer ein Sehnsuchtsort.» Allerdings sei dieser Sehnsuchtsort bedroht, beispielsweise durch Überfischung, Artensterben, Versauerung und Klimawandel.

Umweltschützer mit Tradition
Das monegassische Staatsoberhaupt engagiert sich nicht nur im Mittelmeerforschungsrat, der auf Initiative von Fürst Alberts Urgrossvater, Albert I., 1919 gegründet wurde. Der Fürst setzt sich darüber hinaus persönlich für den Schutz der Meere ein, etwa durch eine nach ihm benannte Stiftung zum Schutz der Natur in der Arktis.

Auch unterstützt er Forschungsprojekte zur Klimaerwärmung und Ozeanversauerung. Diese Themen gehören nach Ansicht Wankas zu den aktuellsten Herausforderungen im Bereich der Meeresforschung.

Der Deutsche Meerespreis wird vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung und der Deutschen Bank seit 2009 jährlich verliehen. Er ist mit 10'000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der ehemalige Bundesminister und Exekutivdirektor des United Nations Environment Programms (UNEP), Klaus Töpfer, der Bestsellerautor Frank Schätzing, der Klimaforscher Mojib Latif und der Premierminister der Republik Kapverden, Jose Maria Neves.

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