Giftspritzen sollen Nashörner schützen

In Südafrika sind dieses Jahr schon über 200 Nashörner von Wilderern getötet worden. Mit einer neuen Methode soll ihnen nun der Spass vergehen: Die begehrten Hörner werden vergiftet.

Ein Wildreservat in Südafrika greift zu drastischen Massnahmen, um die Nashörner zu retten, die bisher von Wilderern verschont geblieben sind. Wilderei ist nämlich in Südafrika ein grosses Problem. In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 sind bereits über 200 Nashörner getötet worden. Besonders begehrt bei den Wilderern sind die Hörner der Tiere, die – besonders in Asien – als Heilmittel gelten und mit Gold aufgewogen werden.

Giftspritze als Schutz
Im einem Südafrikanischen Wildreservat wurde im Laufe der letzten 18 Monate eine neue Strategie angewendet, um die Dickhäuter zu retten: Die Tierschützer des «Rhino Rescue Project» betäuben die Tiere, bohren ein kleines Loch in ihr Horn und spritzen ein Färbemittel, gemischt mit einem Insektizid, hinein.

Das Gift wird üblicherweise bei Pferden und Rindern als Zeckenschutzmittel verwendet und ist für die Nashörner ungefährlich. Für Menschen, die es einnehmen, ist es zwar nicht tödlich, erzeugt aber massive Bauchkrämpfe und Übelkeit.

Schmuggel soll unterbunden werden
Durch das Färbemittel kann ein Horn – am Stück oder gemahlen – in Flughafenkontrollen problemlos erkannt werden, was Wilderer zusätzlich vom Schmuggel abhalten soll.

Über 100 Nashörner wurden bisher dieser aufwändigen Behandlung unterzogen, es werde allerdings nicht möglich sein, alle Tiere in grösseren Reservaten und Nationalparks auf diese Weise zu schützen.

Die ARD hat am 24. März einen Beitrag zu diesem Thema ausgestrahlt. Ihn sehen Sie im Video oben.

Weiterlesen