Great Barrier Reef soll besser geschützt werden

Die australischen Behörden wollen das Great Barrier Reef besser schützen, nachdem die Unseco gedroht hatte, das Weltnaturerbe als bedroht zu listen. Im letzten Jahr machte es die grösste je registrierte Korallenbleiche durch.

Nach massiver Kritik wegen zu starker Umweltverschmutzung am Great Barrier Reef in Australien stellt die Regierung nächste Woche neue Schutzmassnahmen vor. Das Weltkulturerbe Komitee der UNO-Kulturorganisation Unesco hatte 2015 gedroht, das seit 1981 als Welterbe gelistete grösste Korallenriff der Welt als «bedroht» zu deklarieren («Tierwelt Online» berichtete). Australien wendete das mit dem Versprechen ab, regelmässige über neue Schutzmassnahmen zu informieren.

«Wir hoffen, dass die Unesco diesen Bericht positiv aufnimmt», sagte Umweltminister Josh Frydenberg. Er soll am 1. Dezember erscheinen. Unter anderem sollen bis 2050 rund zwei Milliarden australische Dollar (1,5 Milliarden Franken) investiert werden, etwa, um die Wasserqualität zu verbessern. Das Verklappen von Aushub, der etwa beim Hafenausbau entsteht, wurde bereits verboten.

Das Great Barrier Reef hat in den vergangenen zwölf Monaten durch das Klimaphänomen El Niño mit erhöhten Wassertemperaturen im Pazifik die schlimmste je registrierte Korallenbleiche erlebt («Tierwelt Online» berichtete). Solche Naturphänomene treffen das Riff um so stärker, wenn es durch andere Einflüsse bereits geschwächt ist.

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