28'000 Menschen erkoren dieses Bild von zwei streitenden Mäusen zum Sieger des Publikumspreises des «Wildlife Photographer of the Year»-Wettbewerbs.
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Meret Signer
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Das Gewinner- und Publikumslieblings-Foto zeigt Mäuse in der Londoner U-Bahn, die sich um Essensreste streiten. Die folgenden Bilder haben zwar keinen Preis gewonnen, werden aber von der Jury «highly commended» – «sehr empfohlen».
(Bild: Sam Rowley / Wildlife Photographer of the Year)
Das Gewinner- und Publikumslieblings-Foto zeigt Mäuse in der Londoner U-Bahn, die sich um Essensreste streiten. Die folgenden Bilder haben zwar keinen Preis gewonnen, werden aber von der Jury «highly commended» – «sehr empfohlen».
(Bild: Sam Rowley / Wildlife Photographer of the Year)
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Der «Wildlife Photographer of the Year», veranstaltet vom Natural History Museum in London, gilt als einer der renommiertesten Fotowettbewerbe überhaupt. Wer ihn gewinnt, das entscheidet eine Jury von Experten. Die Ergebnisse werden jeweils im Oktober bekanntgegeben. Zusätzlich dazu darf aber auch das Publikum seinen Favoriten wählen. Diesem übergibt der Wildlife Photographer of the Year dann den «Lumix People's Choice Award».
25 Bilder von über 48'000 wurden vom Museum vorselektiert und zur Wahl gestellt. 28'000 Fotofans aus aller Welt machten mit – und erkoren den Briten Sam Rowley aus Bristol zum Sieger.
Sein Bild zeigt zwei Mäuse in einer Londoner U-Bahn-Station, die um Essensreste kämpfen. Die ganze Szene dauerte nur eine Sekunde. Rowley aber war bereit und drückte ab. Seit einer Woche schon trieb er sich nämlich nachts in der U-Bahn herum und legte sich bäuchlings auf das Perron in diversen Stationen. Manch ein Passagier schaute ihn dabei komisch an.
«Ich bin so glücklich, dass ich diese Auszeichnung gewonnen habe», sagt Rowley in einer Mitteilung des Natural History Museums. «Mein Leben lang träume ich schob davon, in diesem Wettbewerb erfolgreich zu sein.»
Neben dem Siegerbild zeigen wir Ihnen in der obigen Bildergalerie die vier weiteren Bilder, die es in die Top Fünf geschafft haben.
Den Moment, in den sich entscheidet, ob das Murmeltier leben oder sterben wird, hat Bao Yongqing perfekt eingefangen und gewinnt damit den Titel «Wildlife Photographer of the Year 2019». Zusammen mit dem Deutschen Ingo Arndt teilt er sich ausserdem den Sieg in der Kategorie «Verhalten: Säugetiere». (Bild: )
In Anrdts Bild ist es ein Puma, der ein Guanako jagt. Beide Bilder greifen das gleiche Thema auf: der Kampf ums Überleben in der Natur und die Momente, die über Leben und Tod entscheiden. (Bild: )
Der 14-jährige Cruz Erdman aus Neuseeland dagegen darf sich jetzt ein Jahr lang «Young Wildlife Photographer of the Year nenen». Sein Bild entstand auf einem nächtlichen Tauchgang vor der indonesischen Insel Sulawesi und gewinnt auch in der Kategorie der 11- bis 14-Jährigen. (Bild: )
Und es gibt sogar noch jüngere Talente. Thomas Easterbrook aus dem Vereinigten Königreich gewinnt mit dem wunderschön eingefangenen Taubenschwänzchen in der Kategorie der 10-Jährigen und Jüngeren. (Bild: )
In Äthiopien klettert eine Dschelada-Mutter mit einem Baby über die Felsen. Damit gewinnt Riccardo Marchegiani aus Italien bei den 15- bis 17-Jährigen. (Bild: )
Stefan Christmann aus Deutschland gewinnt mit Hilfe von 5000 Kaiserpinguinen den «Wildlife Photographer of the Year Portfolio Award». (Bild: )
David Doubilet aus den USA gewinnt in der Kategorie «unter Wasser» mit der grössten Kolonie von Röhrenaalen, die er je gesehen hat. Und der «National Geographic»-Fotograf kennt sich aus: Er sein erstes Features im renommieren Magazin handelte ebenfalls von Röhrenaalen. (Bild: )
Dieser Steinadler bei der Landung bescherte dem Norweger Audun Rikardsen den Sieg in der Kategorie «Verhalten: Vögel». Er platzierte dafür die Kamera auf einem alten Ast auf einer Klippe, der er extra dort platziert hatte, in der Hoffnung, ein Steinadler würde ihn als Jagdsitz nutzen. Dies geschah auch und während drei Jahren dokumentierte Rikardsen so das Verhalten des mächtigen Vogels. (Bild: )
Ihr Gesicht erinnert an einen grimmigen alten Mann, doch es handelt sich um eine Krabbenspinne und zwar eine, die sich als Ameise ausgibt. In dem sie das Äussere der Ameisen nachahmt, kann sie Ameisenkolonien infiltrieren und sich dort auf Jagd begeben. Das Foto beschert Ripan Biswas aus Indien den Sieg in der Kategorie «Tierportraits». (Bild: )
Der Mexikaner Alejandro Prieto gewinnt in der Kategorie «Wildlife Photojournalism: Single Image». Zwei Jahre lang hat er die Jaguare auf beiden Seiten der US-Grenze mit Kamerafallen dokumentiert. Dieses Foto zeigt eine seiner Aufnahmen, projiziert an den Grenzzaun. Damit will er auch darauf aufmerksam machen, dass die von Trump geplante Mauer sich auch auf die Tiere auswirken wird, deren Habitat zerschnitten würde. (Bild: )
Den «Wildlife Photojournalist Story Award» gewinnt Jasper Doest aus den Niederlanden. 17 Jahre lang musste der Japanmakake Riku in Kostümen im Nikko-Saru-Gundan-Theater nördlich von Tokio auftreten – dreimal am Tag. Er wurde legal zu diesem Zweck eingefangen. Während solche Vorführungen in Japan zur Tradition gehören, war der Fotograf entsetzt darüber, wie diese intelligenten Tiere ausgebeutet werden. 2018 durfte Riku endlich zurücktreten. Das Besondere an Doests Bildern: Fotografieren ist bei solchen Shows normalerweise verboten. Mit viel Geduld bekamt Doest ausnahmsweise eine Erlaubnis dafür. (Bild: )
Den «Rising Star Portfolio Award» erhält der Franzose Jérémie Villet. Im nordamerikanischen Yukon-Gebiet fotografierte er die schneeweissen Dall-Schafe während eines Schneesturms bei -40 Grad. Für seine Bildserie nahm er Erfierungen an seinen Füssen in Kauf, die erst Monate später abheilten. (Bild: )
Charlie Hamilton James aus dem Vereinigten Königreich gewinnt in der Kategorie «urbane Wildtiere» mit diesen Wanderratten, die in einer Strasse in New York scheinbar eine Konferenz abhalten. (Bild: )
Im May 2018 brach der Kilauea aus Hawaii aus. Es war die grösste Eruption seit 200 Jahren. An vorderster Front dabei was Luis Vilariño Lopez aus Spanien, der einen Helikopter mietete und aus der Luft fotografierte, wie die Lava in den Pazifik floss. Das bringt ihm nun den Sieg in der Kategorie «Earth`s Environments». (Bild: )
Mehr als zehn Jahre lang vefolgte Manuel Plaickner aus dem Südtirol die Wanderungen der Grasfrösche. Dabei entstand dieses Bild, das die Frösche beim Laichen zeigt. Er gewinnt damit in der Kategorie «Verhalten: Amphibien und Reptilien». (Bild: )
Der Sieg in der Kategorie «Verhalten: Wirbellose» geht an Daniel Kronauer aus den USA mit einer Kolonie Wanderameisen auf Costa Rica. (Bild: )
Ebenfalls aus den USA stammt Max Waugh, der mit seinem einsamen Bison in einem Schneesturm im Yellowstone-Nationalpark in der Kategorie «Schwarz und Weiss» gewinnt. (Bild: )
In einer Wüste im Altun-Hochgebirge im Westen Chinas trippelt eine Herde von Tschirus, auch als Tibetantilopen bekannt, durch den Schnee. Sie sind die Lieferanten der gefragten Shahtoosh-Wolle und deshalt gefährdet. Eingefangen hat sie der Chinese Fan Shangzhen, was ihn den Sieg in der Kategorie «Tiere in ihrer Umwelt» bringt. (Bild: )
Zorica Kovacevic aus Serbien und den USA gewinnt in der Kategorie «Pflanzen und Pilze». Ihr Bild mutet fast surreal an. Doch es zeigt eine Monterey-Zypresse in ihrem natürlichen Habitat an der kalifornischen Küste, wo es die Bedingungen erlauben, dass ihre Äste von einer orangen Alge umwachsen werden. Einen Kontrast dazu setzen die weissen Flechten. (Bild: )