Komodo-Nationalpark will im August für Ausländer öffnen
Der für seine mächtigen Warane berühmte Komodo-Nationalpark in Indonesien öffnet Mitte August wieder für ausländische Gäste – jedoch nur unter strikten Auflagen.
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sda/dpa
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Ab Mitte August dürfen ausländische Touristen die Komodowarane wieder besuchen.
(Bild: Sergey Uryadnikov/Shutterstock.com)
Ab Mitte August dürfen ausländische Touristen die Komodowarane wieder besuchen.
(Bild: Sergey Uryadnikov/Shutterstock.com)
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Nach fünfmonatiger Schliessung wegen der Corona-Pandemie dürfen seit dem 6. Juli bereits wieder lokale Besucher auf die östlich von Bali gelegene Insel. Ab dem 15. August werden auch Ausländer zugelassen, die sich seit dem Beginn der Viruskrise in Indonesien aufgehalten haben.
Alle Besucher müssten einen Mund-Nasen-Schutz tragen und strikte Abstandsregeln einhalten, sagte der Leiter des Parks, Lukita Awang Nistyantara, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Wir warten noch auf eine Entscheidung der Zentralregierung, wann wir wieder vollständig für ausländische Touristen öffnen können.»
Das indonesische Tourismusministerium hatte im vergangenen Jahr angekündigt, ab 2021 eine Jahresgebühr von 1000 US-Dollar für Gäste des Nationalparks einführen zu wollen. Ob die Pläne weiter durchgesetzt werden, ist noch nicht klar. Wer das Geld nicht ausgeben möchte, könnte die Komodowarane aber weiterhin auf der Nachbarinsel Rinca ohne Mitgliedskarte sehen.
Die auch als Komododrachen bekannten Tiere werden bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer und gelten als die grössten Echsen der Welt. Ausgangspunkt für Touren ist die Insel Flores mit ihrem Küstenort Labuan Bajo. Jährlich kamen bisher etwa 10'000 Touristen.
Die mächtigen Komodowarane sind die grössten Echsen der Welt. Auf der Insel Komodo werden sie bis zu drei Meter lang. (Bild: )
Auch Orchideen blühen dort, diese hier von der Art Vanda limbata. (Bild: )
Angst vor Menschen haben die Drachen nicht. Hier gehen ein junger ein adulter Komodowaran neben einem Gebäude beim Parkeingang spazieren. (Bild: )
Auf der Nachbarinsel Rinca gibt es weniger Mähnenhirsche, dafür aber mehr Wasserbüffel. Diese sind schwieriger zu jagen, deshalb sind die Komodowarane hier auch merklich kleiner und dünner. (Bild: )
Auf dieser Insel verschwand 1974 der Schweizer Rudolf von Reding. Er wurde vermutlich von Komodowaranen gefressen. Auf dem Gipfel des nach ihm benannten Bukit Rudolf steht ein Kreuz in seinem Gedenken. (Bild: )
Die Vegetation der Insel ist geprägt von trockenen Monsunwäldern. Dort wächst auch der Kapokbaum, aus dessen Früchten Kapokfasern, auch Pflanzendaunen genannt, gewonnen werden, die für verschiedene Zwecke genutzt werden können. (Bild: )
Eine weitere Besonderheit der Insel Komodo: Sie beheimatet die letzten grossen Populationen der vom Aussterben bedrohten Gelbwangenkakadus. (Bild: )
Mähnenhirsche, die Lieblingsspeise der Komodowarane, sind auf Komodo reichlich vorhanden. (Bild: )
Deutlich sieht man bei diesem hier die Rippen hervor treten. (Bild: )
Das Panorama ist aber auf Rinca und auf Komodo gleich schön: Trockene Graslandschaften, unberührte Strände und türkisblaues Meer prägen den Nationalpark. (Bild: )
Mit Booten kann man die vielen kleinen Inseln erkundigen. (Bild: )
Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Komodo-Nationalpark ist das Dorf Labuan Bajo an der Westküste der Insel Flores. (Bild: )
Auch vereinzelte Mangrovenbäume wachsen hier – auf Rinca gibt es sogar ganze Mangrovenwälder. Sie sind für viele Lebewesen ein wichtiger Lebensraum. (Bild: )
Obwohl in den Tropen, herrsch auf den Kleinen Sundainseln ein besonderes Klima. Während der neun bis zehn Monate dauernden Trockenzeit fällt kein einziger Tropfen Regen, sämtliche Graslandschaften trocknen aus. Während der kurzen, intensiven Regenzeit wird innert kürzester Zeit alles grün und blüht auf. (Bild: )
Der Komodo-Nationalpark ist auch ein Tauch- und Schnorchelparadies. Vor den Inseln gibt es unzählige intakte Korallenriffe. Wenn man Glück hat, hat man sogar eine Insel ganz für sich allein. (Bild: )
So sind auch immer viele Boote unterwegs. Für Anfänger sind die Tauchreviere des Parks aber nicht geeignet. Die starken Strömungen können sehr gefährlich werden. (Bild: )
Auch Mantarochen tummeln sich hier. Meist sind sie am «Manta Point» anzutreffen. (Bild: )