Das steht in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Nichtregierungsorganisation Global Witness. «Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass sich die politische und ökonomische Elite von Honduras mit korrupten und kriminellen Mitteln an den Naturschätzen des Landes bereichert. Dabei schrecken sie nicht davor zurück, mit Hilfe von staatlichen Kräften Umweltschützer einzuschüchtern oder umzubringen, die sich ihnen in den Weg stellen», sagte der Leiter von Global Witness, Billy Kyte.
In Honduras kommt es immer wieder zu Angriffen auf Aktivisten. Im März vergangenen Jahres war die prominente Umweltschützerin Berta Cáceres erschossen worden, die gegen den Bau eines Wasserkraftwerks gekämpft hatte.
Global Witness setzt sich für den Schutz von Umweltaktivisten und gegen die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ein. 2003 wurde die Organisation für eine Kampagne in Afrika für den Friedensnobelpreis nominiert. Finanziell unterstützt wird Global Witness unter anderem von der Open Society Foundation des Milliardärs George Soros sowie der norwegischen und schwedischen Regierung.

