Entscheiden wird das Büro des Nationalrates: Erklärt es die Interpellation für dringlich, muss der Bundesrat den Vorstoss noch während der Session beantworten, und der Nationalrat führt eine aktuelle Debatte dazu. Konkret fordern die Grünen eine Zusammenstellung der volkswirtschaftlichen Kosten der Klimaerwärmung und der Wetterextreme, wie sie am Dienstag mitteilten. Der Sommer 2015 breche voraussichtlich alle Rekorde, schreiben die Grünen. Das Jahr werde als heissestes Jahr seit Beginn der Messungen in die weltweiten Statistiken eingehen.
Zu heiss für Mensch und Natur
«Auch wenn es schön war, endlich wieder einen warmen Sommer mit Badi-Wetter zu haben: Die Hitze und die Trockenheit waren für Natur und Mensch zu viel», heisst es in der Mitteilung. Ohne drastische Kurskorrekturen laufe das Klima vollständig aus dem Ruder, mit weltweit katastrophalen Folgen.
Der Beitrag zur Schweiz zur Begrenzung des Klimawandels sei derzeit ungenügend. Nach den Forderungen des Weltklimarates müsste die Schweiz ihren CO2-Ausstoss bis 2030 um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Der Bundesrat müsse daher das Reduktionsziel für 2020 umgehend von 20 auf 40 Prozent erhöhen.

