Neues Meeresschutzgebiet für Blauwale und Delfine

Die Regierung Chiles hat der Schaffung eines Meeresschutzgebietes in der Grösse das Kantons Schwyz zugestimmt. Dort leben Blauwale, aber auch Delfine und seltene Otter.

Es war eine der letzten Amtshandlungen von Sebastián Piñera als Präsident Chiles, bevor er das Amt am 11. März 2014 an Michelle Bachelet übergab: Mit seiner Unterschrift können drei neue Naturparks entstehen. Die neue Meeresschutzzone um die Tictoc-Inseln ist so gross wie der Kanton Schwyz. Gemäss dem WWF suchen dort Blauwale nach Futter und ziehen ihre Jungen gross. Zudem kämen kommen dort der chilenische Delfin und der Peale-Delfin sowie zwei bedrohte Otterarten vor. In der Schutzzone dürfen keine Ressourcen mehr abgebaut werden, stattdessen ist das Gebiet von nun für Wissenschaft, Sport, Pflanzen und Natur reserviert.

Eine zweite Schutzzone liegt etwas weiter südlich an der Küste der Aysen-Region. Die dritte umfasst die Juan-Fernandez-Inseln im offenen Meer. Auf einer dieser Insel überlebte einst ein gestrandeter Segler während mehrerer Jahren – und inspirierte damit wohl Daniel Defoe zu «Robinson Crusoe».

«Ich bin überzeugt, dass – obwohl derzeit zwanzig Prozent unseres Landes geschützt sind – wir uns jetzt auf den Schutz unserer Meere konzentrieren müssen», sagte Sebastián Piñera gemäss www.thisischile.com, als er die Vereinbarungen unterschrieb.

Die Tictoc-Meeresschutzzone liegt in der Los-Lagos-Region an der Küste im Süden Chiles:

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