Neuseeland bläst zur Mäusejagd

Im Kampf gegen eine Mäuseplage in der Subantarktis rückt Neuseeland mit einem Expertenteam mit 65'500 Kilogramm Mäusegift aus. Die Expedition soll den Lebensraum seltener Vogelarten vor den Nagern retten.

200'000 Mäuse zerstören auf der Hauptinsel der abgelegenen Antipoden-Gruppe den Lebensraum von Vögeln und anderen Tieren, wie die Umweltministerin Maggy Barry am Mittwoch berichtete.Eine Expedition mit zwei Schiffen, drei Helikoptern und 65'500 Kilogramm Mäusegift soll den Nagern nun den Garaus machen. Es sei die schwierigste Ausrottungsaktion, die ihre Regierung je unternommenhabe: «Die Insel liegt in rauer See und wird von antarktischen Stürmen gepeitscht, es ist wirklich am Ende der Welt und die Expedition war eine enorme logistische Herausforderung.» Die Aktion auf der Hauptinsel (Antipodes Island) kostet 3,9 Millionen neuseeländische Dollar, umgerechnet rund 2,6 Millionen Franken.

Einfarblaufsittich.

Bild: PeterHalasz / cc-by-sa

Die Mäuse wurden wahrscheinlich im 19. Jahrhundert von Robbenjägern eingeschleppt. Auf der unwirtlichen Insel leben unter anderem Albatrosse. Und es gibt dort eine Papageienart, die sonst nirgendwo vorkommt: den Einfarblaufsittich (Cyanoramphus unicolor). Die Antipoden-Gruppe liegt etwa 760 Kilometer südöstlich der Südinsel Neuseelands.

Lage der Inseln im Südpazifik:

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