Nur noch Schweizer Fleisch für Schweizer Soldaten

Schweizer Soldaten sollen ab kommendem Jahr mehr Schweizer Kost vorgesetzt bekommen. Brot, Eier, Käse, Milchprodukte und Fleisch sollen zwingend von Schweizer Produzenten geliefert werden.

«Das gesamte Essen, das serviert wird, wird künftig von Schweizer Viehzüchtern oder Produzenten stammen», sagte Armeesprecher Daniel Reist am Sonntag auf Anfrage. Er bestätigte damit Informationen mehrerer Sonntagszeitungen. Beim Fisch will die Armee künftig auf Labels setzen, welche die Tierwürde
garantieren.

Die Armee reagiert damit auf Beschwerden, wonach beispielsweise Kaninchen aus ungarischer Produktion mit niedrigen Tierschutzstandards serviert wurde. Nach Medienberichten darüber hatte sich der Schweizer Tierschutz (STS) eingeschaltet. Danach sei eine Lösung mit den Schweizer Bauern gefunden worden, sagte Reist.

Der Verpflegungskredit wird wegen des Wechsels um rund 1,5 Millionen Franken erhöht. Bisher lag er bei rund 63 Millionen Franken. Pro Soldat stehen für die Verpflegung täglich derzeit 8.50 Franken zur Verfügung; künftig werden es 25 Rappen mehr sein.

Vorstoss im Parlament geplant
Der Schweizer Tierschutz zeigt sich über den Entscheid erfreut. Nun will er auch weitere Bundesbetriebe dazu motivieren, dem Vorbild der Armee zu folgen, wie er in einer Pressemitteilung verlauten liess. Die grüne Nationalrätin Maya Graf wolle zudem in der Herbstsession einen Vorstoss einreichen, der darauf abziele, verbindliche Regeln für sämtliche Bundesbetriebe einzuführen.

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