Dieses Jahr lautet die Devise, an Ostern zuhause zu bleiben. Der Bund bittet die Bevölkerung eindringlich, wegen der Corona-Krise nicht zu verreisen. Träumen von fernen Welten, von Natur und Tieren darf man aber natürlich. Und so zeigen diverse Fernsehsender über die Feiertage vermehrt Dokus, teils mit atemberaubenden Bildern. Eine Zusammenstellung.
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Lesedauer 8 Minuten
Von
Leo Niessner
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Ostern ist die Zeit der Tier- und Naturfilme: ein Blick ins TV-Programm.
(Bild: Elena Yakusheva/Shutterstock)
Ostern ist die Zeit der Tier- und Naturfilme: ein Blick ins TV-Programm.
(Bild: Elena Yakusheva/Shutterstock)
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TV-Tipps für Karfreitag
Mit Tierstimmenforschern unterwegs, auf den Spuren des Kuckucks und ein Blick auf die Kleiderordnung der Tiere sowie auf die Orang Utans im wilden Norden Sumatras: Der Auftakt zum TVV-Osterwochenende verspricht Abwechslung.
Der wilde Norden Sumatras, Dschungeltour zu den Orang Utans (3Sat, 4.30 Uhr, 45 Minuten)
Der TV-Reigen beginnt in aller Herrgottsfrüh, mit einem Streifzug durch den wilden Norden Sumatras. Den Abstecher zu den Orang Utans sollte man sich nicht entgehen lassen. Wem die Sendezeit zu unwirtlich ist, kann die Doku in der Reply-Funktion nachschauen. Und wer erst im Morgengrauen ins Bett geht, kann sie sich als «Bettmümpfeli» gönnen... «Der wilde Norden Sumatras» erzählt von Sumatra, der indonesische Hauptinsel, zugleichsechstgrösste Insel der Welt. Sie erstreckt sich über 1.700 Kilometer von Nordwest nach Südost. Der Äquator zieht sich in der Mitte durch die maximal 370 Kilometer breite Insel. Sumatra ist zum größten Teil vom tropischen Regenwald bedeckt, der 2004 als Naturdenkmal in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen wurde. Entsprechend viel gibt es zu entdecken. (Bild: )
Abenteuer Erde: Überraschungseier –Neues von Kuckuck & Co (WDR, 14.30 Uhr, 45 Minuten)
Zum Osterfest darf ein Film über Eier nicht fehlen. Für allerhand Überraschungen sorgt die Doku der TierfilmerVolker Arzt und Angelika Sig. Sie gehen einem geflügelten Wort nach. Generationen von Schülern lernen, dass der Kuckuck seine Eier in fremde Nester legt –Kuckuckseier eben. Das erspart ihm die eigene Aufzucht und Fütterung der Jungen. Die Geschichte ist bekannt. Doch warum lassen sich Vogeleltern das gefallen? Sind sie zu dumm? Zu ungeschickt? Zu ahnungslos? (Bild: )
Abenteuer Erde: Die Kleiderordnung der Tiere (WDR, 15.15 Uhr und Wiederholung am Samstag, 3.55 Uhr, 45 Minuten)
Dass der Fahnenbarsch so bunt ist, hat einen Grund. Dasselbe gilt für das prächtige Federkleid der Pfaue. Diesem Phänomen und den Veränderungen, die sich im Laufe der Evolution ergeben haben, geht diese Doku am Nachmittag des Karfreitags auf den Grund.Die Erkenntnis, die die dem dreiviertelstündigen Film zugrunde liegt: Jedes Tier braucht seine ganz individuelle Hülle. Dabei setzt die Natur auf geniale und raffinierte Materialien, gewagte Entwürfe und ungewöhnliche Farbenspiele. Doch eine der obersten Regeln ist: Tiere müssen in ihrer Haut überleben. (Bild: )
«Abenteuer Erde: Die Kleiderordnung der Tiere» wirft auch einen Blick in die Welt unter Wasser. (Bild: )
Operation Dolittle –Unterwegs mit Tierstimmenforschern (WDR, 16 Uhr, 45 Minuten)
Der erste Oster-TGV-Tag geht mit einem besonderen Thema zu Ende: Die «Operation Dolittle»-Doku heftet sich an die Fersen verschiedener Wissenschaftler, die Tierstimmen erforschen. Dabei kommt modernste Technik zu Einsatz, die in der Doku immer wieder gezeigt wird. Im Zentrum stehen aber die Erkenntnisse und Theorien der Forschenden.Und natürlich gibt es immer wieder Hörbeispiele. Dennob Grunzen, Muhen, Tröten oder «Rumblen»– Tierstimmen sind erstaunlich vielfältig. Darum forschen Wissenschaftler weltweit an den Lauten der verschiedensten Arten. (Bild: )
TV-Tipps für Ostersamstag
Am Ostersamstag ist der Klassiker angesagt: Knabbereien, etwas zu trinken, und vor allem bequeme Polster sind gefragt. Denn der heutige verlangt einem einiges an Sitzleder ab. Dafür sorgt «Arte» dazu, dass keine Langweile aufkommt. Und auch hier gilt natürlich: Wer will, kann die Dokus aufnehmen oder je nach TV-Anbieter auch zu einem späteren Zeitpunkt schauen.
Der heutige Fernsehtag steht ganz im Zeichen des Reisens in ferne Welten. Auf diesen Streifzügen geht es natürlich nicht zuletzt darum, der dortigen Flora und Fauna einen Besuch abzustatten.
An den Ufern des Nil (Arte, 11.20Uhr, 125 Minuten)
Der TV-Tag beginnt kurz nach dem Mittagessen mit einer Reise nach Ägypten. Die dreiteilige Doku des Dokumentarfilmers Michael Gregor startet «Zwischen Assuan und Luxor», streift im zweiten Kapitel durchs Gebiet «Zwischen Luxor und Wüste», um im Gebiet «Zwischen Wüste und Mittelmeer» zu enden
Gregor beleuchtet in seiner Serie verschiedene Aspekte des Gebiets. Die Reise beginnt bei den ärchäologischen Ausgrabungen auf der Nil-Insel Elephantine. Im Kamel-Souk von Daraw glaubt man sich in die Zeit aus «1001 Nacht»zurückversetzt. Seit Jahrhunderten treiben auf diesem Markt ausschliesslich Männer Handel. Auch ein Blick auf den Baudes Assuan-Staudamms darf nicht fehlen. Dadurch wurde der Nil berechenbar und überflutet nicht mehr alljährlich das Land. (Bild: )
Stadt Land Kunst, Arte Puerto Rico (Arte, 13.35 Uhr, 40 Minuten)
Diese Doku nimmt uns mit auf einen Ausflug in ein Gebiet, dasim Norden vom Atlantik und im Süden von der Karibik umspült wird. Die Insel mit ihren tropischen Regenwäldern, beeindruckenden Bergen und romantischen Wasserfällen war jahrhundertelang spanische Kolonie und gehört heute zu den USA. Die Doku zeigt aber nicht nur Land und Leute, sondern thematisiert auch das Massenschlachten von Ponce. Der Ortauf Puerto Rico trägt den Beinamen «Perle des Südens». Sie war lange die florierende Stadt der Karibik –aber auch Schauplatz einer grausamen Tragödie, die die Geschichte der Insel prägen sollte. (Bild: )
Das Meer der Anden, Menschen am Titicacasee (Arte, 14.15 Uhr, 45 Minuten)
Nach dem schweren Stoff des Massenschlachtens in Puerto Rico tun die Bilder erhabenerWeitegut: Sie stammen vomTiticacasee auf dem Altiplano zwischen Peru und Bolivien. Er ist mit mehr als 3.800 Meternüber dem Meeresspiegel das am höchsten gelegene schiffbare Gewässer der Welt. Mit fast 8.300 Quadratkilometern ist er zudem mehr als 15-mal grösser als der Bodensee –fast so gross wie ein Meer. Und für seine Anwohner ist er genau das: «El Mar» –das mythologische Meer. Die Doku nähert sich einer unbekannten Seite der Anden. (Bild: )
Zur Brutsaison nach Mexiko (Arte, 15 Uhr, 45 Minuten)
Die nächste Station der Film-Reise am heutigen langen TV-Ostersamstag: Mexiko! Und das istmit mehr als 200.000 Tierspezieseines der weltweit artenreichsten Länder.Vom zarten Monarchfalter bis zum tonnenschweren Grauwal hat das Team um den Hamburger Fimemacher Manfred Uhlig im Land unzählige Arten entdeckt. Die Doku zeigt unter anderem, wie jedes Tier darum kämpft, der schönste, stärkste und angriffslustigste Vertreter seiner Art zu sein, um den idealen Partner zu finden und eine solide Nachkommenschaft zu sichern. (Bild: )
Im Dschungel der Lemuren (Arte, 15.45 Uhr, 45 Minuten)
Am Samstag geht es auf «Arte» Schlag auf Schlag: Die zweiteilige Reportage «Unbekanntes Madagaskar»berichtet von einer Wunderwelt und davon, wie dramatisch sie sich verändert. Nirgendwo sonst leben so viele skurrile Tiere wie auf der Insel Madagaskar: vom Fingertier über Streifentenreks, die an unsere Igel erinnern, bis zum kleinsten Chamäleon, das auf einer Streichholzschachtel Platz findet. «Im Dschungel der Lemuren», der erste Teil, zeigt eine Welt, die es vielleicht schon in wenigen Jahren nicht mehr geben wird. (Bild: )
Unbekanntes Madagaskar – Im Reich der Kattas (Arte, 16.30Uhr, 45 Minuten)
Der zweite Teil der Reportage über Madagaskar zeigt die elegante Fossa, die Lemuren jagt, Chamäleons, die nur wenige Wochen leben; oder Spinnen, die Angreifer mit einem Tanz verwirren. Die Doku erzählt die Geschichte einer Wunderwelt, und wie dramatisch sie sich verändert. Sie blickt auf auf die Kattas, die berühmten Lemuren mit dem Ringelschwanz. (Bild: )
Kirgistan –Hochgebirgsland voller Schätze (Arte, 19.30 Uhr, 45 Minuten)
Nach einer kurzen Pause klingt der lange TV-Samstag mit einem Abstecher nach Kirgistan aus.Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan ist geprägt durch die Gebirgszüge des Tienschan, des «Himmelsgebirges». Trotz Unruhen gilt der Staat als einzige parlamentarische Republik Zentralasiens mit demokratisch gewählter Regierung. Die Dokumentation zieht mit Nomaden in die Berge, begleitet Goldsucher bei ihren Abenteuern, sucht nach Schneeleoparden und bietet Einblicke in das Hochgebirgsland. (Bild: )
Ostersonntag: Von Grzimek bis zum Katzenvideo (WDR, 12.15 Uhr, 90 Minuten)
Nach zwei intensiven und lehrreichen TV-Tagen darf es am Sonntag auch einmal entspannter sein. Das Schmunzeln soll nicht zu kurz kommen. Darum geht es auch in dieseneineinhalb Stunden. Sie nehmen uns mit auf eine Reise durch sechs Jahrzehnte. 60 Jahre Fernsehen mit und über Tiere, ist das Thema. Unter anderem geht die Zusammenstellung des «WDR» den Fragen nach, warum der Eisbär «Knut»weltweit bekannt wurde, was passiert, wenn man einen Gepard mit ins Studio bringt, was Heino mit Robbenbabys zu tun hat, und warum Katzen im Internet so populär sind. Dieser Rückblick wird von prominenten und tierliebenden Gästen kommentiert.
TV-Tipps für Ostermontag
Das Schlussbouquet des langen TV-Osterwochenendes nimmt uns mit auf eine Reise durch wundersame Orte der Erde – zwischen Neuseeland und der Schweiz. Wie immer mit einem Blick auf die dortigen Tierarten.
Neuseeland, die Tiere vom Ende der Welt (Arte, 10.25 Uhr. 55 Minuten)
Der erste Abstecher führt nach Neuseeland: Aotearoa, «Land der langen weissen Wolke», sonennen die Maoris Neuseeland. Dort leben nur fünf Millionen Menschen, die Naturvielfalt ist noch relativ unberührt. Viele Tierarten sind dort zu finden, aber einige sind vom Aussterben bedroht. Immer mehr Neuseeländer setzen sich für das Überleben ihrer Tiere ein und haben eine Sensibilität für die Einzigartigkeit ihrer Natur entwickelt. (Bild: )
Traumseen der Schweiz (3Sat, 13 Uhr, 50 Minuten)
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die knapp einstündige 3Sat-Doku nimmtverschiedene Seen hierzulande unter die Lupe, zu verschiedenen Jahreszeiten. So taucht derHerbst den Silsersee in goldenes Licht. Romano Salis kümmert sich dort um die Forellen. Am Walensee hingegen ist eine Familie auf dem Wasser als daheim. Im Vierwaldstättersee sucht der Abfalltaucher Matthias Ardizzon nach Müll und Unrat. An den Hängen über dem Genfersee will der Weinbauer Gilles Wannaz den See vor chemischer Verunreinigung bewahren und verzichtet deshalb auf Pestizide. (Bild: )
Wunderwelt Schweiz: Berner Oberland (3Sat, 14.40 Uhr, 20 Minuten)
Der kürzeste Beitrag des Oster-TV-Marathons führt insBerner Oberland. Es gehört zu den schönsten Naturräumen der Schweiz. Die Berge sind Heimat einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, die es zu beschützen gilt. Zu den landschaftlichen Attraktionen der beliebten Wanderregion zählen farbenprächtige Blumen und schroffe Felsen, umrahmt von eindrücklichen Gletschern. (Bild: )
Weltwunder - die schönsten Orte der Erde (3Sat, 15 Uhr, 45 Minuten)
Der Abschluss unserer TV-Tipps für Ostern: 2007 haben in einer Online-Abstimmung Menschen überall auf der Welt ihre Topliste der schönsten Orte bestimmt. Die Dokumentation macht sich auf eine Reise zu den sieben neuen Weltwundern.Die Dokumentation stellt die Sieger vor: das Taj Mahal in Indien, die Große Mauer in China, die Christusstatue in Rio, die Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, das Zeugnis der Maya-Kultur Chichen Itza in Mexiko, Jordaniens Felsenstadt Petra und das Kolosseum in Rom. (Bild: )
Weltwunder - die schönsten Orte der Erde (3Sat, 15 Uhr, 45 Minuten) (Bild: )