Selbst mässige Erwärmung richtet grossen Schaden an

Klimaforscher warnen: Arten, die kühleres Wasser zum Leben bräuchten, würden in die Tiefe abwandern - oder aussterben und von anderen ersetzt werden.

Ein halbes Jahr vor dem UN-Klimagipfel in Paris haben Forscher die Folgen der Erderwärmung für die Weltmeere untersucht. «Wenn dem Klimawandel nicht rasch entgegengewirkt wird, wird er zu einer gewaltigen Umverteilung der Artenvielfalt in den weltweiten Meeren führen», hiess es in einer am Montag im Fachblatt «Nature Climate Change» veröffentlichten Studie des französischen Forschungsinstituts CNRS.

Artumverteilung steht bevor
Sollte sich das Klima bis zum Jahr 2100 durchschnittlich nur um ein Grad Celsius erwärmen, sind der Studie zufolge nur geringe Veränderungen zu erwarten. Bei einem Anstieg um zwei Grad, wie dies beim Gipfel in Paris vereinbart werden soll, würde demnach zu einer drei Mal umfangreicheren Verlagerung der Arten als in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten führen.Eine Erderwärmung entsprechend dem Extremszenario von bis zu 4,8 Grad würde den Forschern zufolge die umfassendste Verlagerung der Arten seit rund drei Millionen Jahren nach sich ziehen.

Beim Klimagipfel in Paris soll im Dezember vereinbart werden, die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad zu begrenzen. In dem Abkommen sollen alle Staaten freiwillige Ziele zur Minderung des Kohledioxidausstosses zunächst bis zum Jahr 2030 festlegen.

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