Stosszahn von «Yoga» erfolgreich operiert

Wenn die Berufsfeuerwehr und eine Kran-Firma in den Zoo Basel einrücken, bedeutet das nicht zwangsläufig eine Katastrophe: Ende Mai wurde dort nämlich ein Elefant am Stosszahn operiert.

Der Afrikanische Elefantenbulle «Yoga» ist am 28. Mai erfolgreich am rechten Stosszahn operiert worden. Dies berichtet der Zoo Basel in einer Medienmitteilung von heute Mittwoch. Er hatte sich den Zahn vor einigen Jahren abgebrochen. Für den rund dreistündigen Eingriff und die Narkose des 4,6 Tonnen schweren Tieres wurde ein Spezialistenteam von 24 Personen aufgeboten.

Beatmung mit Wetterballons
Aus Platzgründen musste die Operation im Freien durchgeführt werden. Mit einem Narkosegewehr wurde «Yoga» ruhiggestellt und anschliessend mithilfe eines Kranes in die richtige Position gebracht. Damit die Atmung des Elefanten während der Narkose sichergestellt werden konnte, wurden zwei Wetterballons als «Blasebalg» verwendet.

Die Terärzte mussten «Yogas» rechten Stosszahn entfernen, den sich der Elefantenbulle im Jahr 2005 bei einer Rangelei abgebrochen hatte. Dies hatten sie bereits im November 2012 versucht, doch die Operation gelang damals nur teilweise.

Handgeschmiedetes Operationsbesteck
Für den zweiten Eingriff Ende Mai bereitete man sich besser vor: Die Schlosser des «Zolli» fertigten eigens für diesen Eingriff ein Elefanten-Zahnarzt-Set an. Meissel, Bohrer und Sägen wurden von Hand geschmiedet. Und diesmal hatten die Tierärzte Erfolg: Stück für Stück wurde der Stosszahn herausgemeisselt und -gebohrt.

Nach rund drei Stunden war die Operation abgeschlossen und nur 20 Minuten später konnte «Yoga» ohne fremde Hilfe wieder aufstehen. Dem Tier geht es gemäss dem Zoo Basel gut und die Verantwortlichen sind mit seinem Genesungsprozess zufrieden.

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