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Bachflohkrebs: klein, aber oho

Der Bachflohkrebs ist mit einer Länge von ein bis zwei Zentimetern zwar von kleiner Statur, aber von grosser Bedeutung. Er gilt als Indikator für saubere Gewässer. Will heissen: Dort, wo er häufig vorkommt, ist es um die Wasserqualität gut bestellt.

Wenn der Bachflohkrebs in einem Gewässer in grosser Zahl vorkommt, ist das ein gutes Zeichen. Die fingernagelgrossen Krebstierchen reagieren äusserst empfindlich auf Gewässerverschmutzungen durch Pestizide. Laut dem WWF verschwinden Bachflohkrebse jedoch immer mehr aus unseren Bächen. Das hat weitreichende Folgen, haben sie doch eine Schlüsselposition in der Nahrungskette inne. Die garnelenähnlichen Tierchen sind nicht nur ein nährstoffreiches Lebendfutter für Vögel, Fische und andere Wassertiere, sondern halten auch das Wasser sauber. Die Allesfresser ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzen, Blättern und organischen Partikeln, die ins Wasser gefallen sind.

Zentrale Rolle im Ökosystem

Die kleinen Krebstiere, deren Körper seitlich abgeflacht ist, sind durchsichtig bis hin zu grünlich-braun. Sie leben in kühlen, sauberen und sauerstoffreichen Gewässern und halten sich meist in der Nähe von Pflanzen und unter Steinen auf, wo sie Schutz und Nahrung finden. In der Schweiz sind mittlerweile über 40 Flohkrebsarten nachgewiesen. Sie verbreiten sich vor allem in tieferen Lagen unterhalb von 1300 Metern ü. M., müssen dort aber zunehmend mit gebietsfremden Arten konkurrieren. Bachflohkrebse sind sogar im Grundwasser zu finden. Das Leben in der Tiefe scheint ein Vorteil zu sein: Die unterirdischen Arten werden bis zu zehn Jahre alt, ihre oberirdischen Verwandten hingegen nur etwa ein Jahr.

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