Unterschriften in Rekordzeit gesammelt

In weniger als drei Monaten wurden die benötigten 100'000 Unterschriften für die Initative für Ernährungssicherheit erreicht. Sie sollen im Juli der Bundeskanzlei übergeben werden.

Die Initative für Ernährungssicherheit sei die am schnellsten zustande gekommene Initiative seit 20 Jahren, schreibt der Schweizer Bauernverband in einer Medienmitteilung. Bis August 2015 läuft die offizielle Sammelfrist, doch die notwendigen 100'000 Unterschriften sind bereits da. Die kantonalen Bauernverbände sollen nun noch bis Ende Mai weitersammeln, um die politische Bedeutung des Anliegens zu unterstreichen. Den raschen Erfolg führt der Bauernverband sowohl auf die gute Organisation und Mobilisierung im Bereich Landwirtschaft als auch auf einen hohen Rückhalt in der Bevölkerung zurück.

Mit der Initiative will der Bauernverband eine höheren Selbstversorgungsgrad der Schweiz im Bereich Lebensmittel erreichen und den Verlust von Kulturland bremsen. Gemäss der Medienmitteilung hätten die Gespräche während der Sammelaktionen gezeigt, «dass vielen Angesprochenen die langfristige Sicherung des Essens ein wichtiges Anliegen ist und dass das Vertrauen in die einheimische Produktion sehr hoch ist.»

Zu den Gegnern der Initiative zählt die Naturschutzorganisation Pro Natura: Die Agrarlobby lenke damit von Missständen im Bereich Ökologie ab. Bio Suisse, der Dachverband der Schweizer Knospe-Betriebe, gibt sich neutral. Man unterstütze die Grundanliegen der Initiative, jedoch sei diese unnötig, da die gesetzlichen Grundlagen in der Verfassung und dem Landwirtschaftgesetz bereits vorhanden seien.

Homepage der Initiative

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