Waldbrandgefahr trotz schlechtem Osterwetter

Der Regen und der Schnee, die über das Osterwochenende gefallen sind, haben die Waldbrandgefahr nicht wesentlich gemildert. Im Tessin, wo die Gefahr am grössten ist, hat es nicht geregnet.

Nördlich der Alpen und in Lagen ab 1500 bis 1600 Metern brachten die Ostertage den Winter zurück. Bis Montagnachmittag fielen rund 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, wie Gabriela Kaufmann, Meteorologin bei MeteoSchweiz, auf Anfrage sagte. In tiefen Lagen im Osten und Nordosten des Landes habe es ziemlich viel geregnet.

Dennoch besteht in einigen Gebieten in den zentralen und östlichen Voralpen, aber auch in weiten Teilen des Kantons Graubünden, nach wie vor erhebliche Waldbrandgefahr – was der dritten von fünf Warnstufen entspricht. Das ist dem Portal naturgefahren.ch des Bundes zu entnehmen.

Mehr Sonne bekam der Westen der Schweiz ab. Dort habe es lediglich «Spuren von Regen» gegeben, sagte Kaufmann. Unter anderem im Jura, im Wallis, in der Waadt und in der Region Basel ist die Waldbrandgefahr ebenfalls erheblich.

Sonne und Wärme im Süden
Die grosse Waldbrandgefahr im Tessin und in den Südbündner Tälern – das entspricht der Gefahrenstufe 4 von 5 – hat sich über die Ostertage nichts geändert. Denn im Tessin war das Wetter mild und sonnig.

Gab es an Ostern laut Kaufmann noch durchschnittliche Temperaturen für die Jahreszeit, dürfte dies demnächst ändern: Für morgen Dienstag erwarteten die Meteorologen einen Kälteeinbruch und selbst im Mittelland stellenweise Schnee. Schnee im April gebe es in rund jedem dritten Jahr, schrieb SRF Meteo dazu.

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