In Dreier- oder Sechsergruppen stehen sie jeweils am Rand eines Ackers, eines Blumenfeldes oder einer Weide und versuchen Aufmerksamkeit von Passanten zu erhaschen. Mit Erfolg, denn Schlagwörter wie «Triebleben», «Lustwandel» oder «Knollentöchter» lassen Spaziergänger gerne innehalten und einen zweiten Blick auf sie, die Lockpfosten werfen.
Ganz kleingedruckt dann jeweils die Erklärung, nur 2-3 Sätze lang. Das «Flotzmaul» etwa ist die Partie zwischen Nasenlöchern und Oberlippe bei Kühen. Bereits jetzt stehen solche Lockpfosten am Rande von Wanderwegen, an 85 Standorten in der ganzen Schweiz verteilt. Und zwar da.
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Neue Pfostenlocker gesucht
Nun sucht der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID neue Bauernfamilien, mit denen das Angebot ausgebaut werden kann. Im Frühling 2014 sollen noch mehr dieser zwei Meter hohen Vierkantpfosten das Landschaftsbild der ruralen Schweiz zieren.
Landwirte, die sich dafür interessieren, im nächsten Jahr selber solche Lockpfosten zu beherbergen, können sich über www.lockpfosten.ch dafür anmelden. Laut LID kostet das Mitmachen nichts, «nur Mithilfe beim Vorbereiten und Aufstellen der Pfosten ist nötig.»

