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Entgiftende Knoblauchsrauke

Das Knoblauchkraut schmeckt und riecht zwar so, wie esder Name vermuten lässt – einen wirklich unangenehmen Mundgeruch hinterlässt es jedoch nicht. Ein weiterer Pluspunkt ist seine schleimlösende, entgiftende und desinfizierende Wirkung.

Die Knoblauchsrauke ist auch unter den Namen Knoblauchkraut, Lauchkraut oder Knoblauchhederich bekannt. Finden kann man diese Pflanze in Europa, Zentralasien und Nordafrika. Die Knoblauchsrauke mag es gerne schattig und ist deshalb vor allem in Wäldern oder bei Hecken anzutreffen. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden.

Die Blätter sehen aus wie eine Mischung zwischen Brennnessel und Gundermann. Glücklicherweise verfügen sie aber nicht über die schmerzhaften Brennhaare. Ihre Blattränder sind deutlich gezackt. Zerreibt man die Blätter der Knoblauchsrauke zwischen den Fingern, wird ein Geruch nach Knoblauch, Senf oder auch Pfeffer freigesetzt. Zwischen Mitte April bis Anfang August steht das Knoblauchkraut in Blust – kleine weisse Blüten sind zu sehen.

Knoblauchgeschmack ohne Mundgeruch

Sämtliche Teile dieser Pflanze, von den Blättern über die Wurzel bis zu den Samen, sind essbar. Am einfachsten ist die Verwendung der Blätter, die ab März geerntet werden können. Man sollte sich auf die jungen, zarten Blätter konzentrieren, denn diese sind aromatischer als alte. Sie schmecken ähnlich wie Bärlauch, jedoch deutlich milder. Die Wurzeln können ebenfalls in geraspelter Form verzehrt werden. Die Samen schmecken am intensivsten und eignen sich zum Würzen. So verfeinert die Knoblauchs-rauke Salate, Suppen, Dips oder Pestos. Die Blätter und Wurzeln sollten jedoch nicht getrocknet und gekocht werden, da hierbei der Geschmack verloren geht. Praktisch ist, dass der Verzehr der Knoblauchsrauke keinen unangenehmen Mundgeruch wie Knoblauch oder Zwiebeln hinterlässt.

Als Heilpflanze wird die Knoblauchsrauke heute nur noch selten genutzt. Dass sie in Vergessenheit geraten ist, mag daran liegen, dass andere Wildpflanzen heilkräftiger sind. Das frische Kraut hat aber dennoch einige heilende Verwendungszwecke, etwa eine blutreinigende und harntreibende Wirkung. Auch zur Schleimlösung bei Husten und Bronchitis kann es eingesetzt werden. Gequetschte Knoblauchsraukenblätter können auf eitrige Wunden und Insektenstiche gelegt werden und wirken dort entzündungshemmend und desinfizierend.

Knoblauchs-raukenessig

Für eine entschlackende Kur eignet sich ein Essig mit Knoblauchsrauke. Dieser wirkt entgiftend und stärkend. Dazu wird die ganze Pflanze kurz vor dem Blühen, also Anfang April, samt Wurzel geerntet und gesäubert. Die Pflanze in einen Glasbehälter geben und mit Bio-Apfelessig übergiessen. Zwei Wochen lang so ziehen lassen und dann abseihen. Als Kur können dreimal täglich vier Teelöffel des Essigs in einem Glas Wasser verdünnt eingenommen werden.

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