Belinda Needle bewirtschaftet im äussersten Südwesten Australiens 8000 Orangen- und 1000 Mandarinenbäume. Genug eigentlich, um auf traditionellem Weg anständig Profit zu erzielen. Doch Needle, so berichtet «ABC Rural», verkauft ihre Zitrusfrüche nicht an einen Supermarkt, sondern direkt an den Endkunden – und zwar ausschliesslich über das Social-Media-Portal Facebook.
«Facebook ist unser Frucht-Freund geworden», lässt sich Needle zitieren. Kunden würden die Früchte über das Soziale Netzwerk bei ihr bestellen und einen Termin für die Abholung vereinbaren. Diese kämen dann «mit ihren Waschkörben» vorbei und holten ihre Bestellung ab.
Vorteile für diese Methode des Fruchtverkaufs gibt es offensichtlich viele: Erstens überspringt Needle mit ihrem System den Zwischenhändler und kann dadurch Kosten senken. Zweitens seien die Früchte garantiert frisch und drittens werde sie so auch Früchte los, die leicht unförmig, zu klein oder zu gross sind. Solche würden von Supermärkten nicht angenommen und würden unnötigen Abfall verursachen.
Direktverkäufer gibt es in aller Welt viele. Neu scheint jedoch die Idee, sich ausschliesslich auf das Internet – und noch präziser – auf die sozialen Medien zu verlassen, um seine Ware loszuwerden. Das System scheint zumindest bei Belinda Needle zu funktionieren.
Ob sich das System auch in der Schweiz demnächst durchsetzen wird? Oder gibt es vielleicht schon Obst- oder Gemüsebauern, die ihre Ware über Facebook verkaufen? Lassen Sie es uns wissen.

