Feuerwehr rettet Würgeschlange aus Berner Wohnquartier
Die Bewohner eines Berner Quartiers staunten nicht schlecht, als sie im Garten eine anderthalb Meter lange Schlange entdeckten. Ein Mitarbeiter von Schutz und Rettung Bern fing das Tier und es wartet nun im Tierpark Dählhölzli auf seinen Besitzer oder seine Besitzerin.
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bsg
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Bei der Natter handelt es sich um eine nicht einheimische Art.
(Bild: Facebook)
Bei der Natter handelt es sich um eine nicht einheimische Art.
(Bild: Facebook)
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«Es war ein ungutes Gefühl, weil wir nicht sicher waren, ob die Kinder auf die Idee kommen, die Schlange anzufassen oder zu jagen und sie dann angegriffen hätte.» So fasst eine Bewohnerin des Berner Stadtteils Bethlehem.
Am Samstag hatten mehrere Personen eine anderthalb Meter lange Schlange im Gebüsch eines Mehrfamilienhauses beobachtet und die Berufsfeuerwehr gerufen. Die rückte mit Fanghaken und einem Sack aus und brachte die Natter in den Tierpark Dählhölzli, wo sie nun in Quarantäne ist. Anschliessend werde sie in der Schweizerischen Tiermeldezentrale ausgeschrieben, um den Halter oder die Halterin ausfindig zu machen.
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Kein einheimisches Tier
Die Mitglieder der Berufsfeuerwehr werden vom Tierpark Bern für solche Fälle ausgebildet: «Im Lehrgang hat man einen fixen Lehrkurs, welcher den Umgang mit Reptilien vermittelt», sagt Thomas Roder, Sprecher von Schutz und Rettung Bern zu «20 Minuten». Doris Slezak, Leiterin Sektion Kommunikation des Tierpark Dählhölzi verrät weiter, dass es sich bei der Würgeschlange um eine nicht einheimische Natter handelt. Detaillierte Angaben zur Art des Tieres will sie keine machen. Dadurch will man sich vor potenziellen Anfragen von Sammlerinnen und Sammlern schützen.
Die Ringelnatter ist in der Schweiz weit verbreitet. Hierzulande leben zwei Arten des Reptils: die Ringelnatter Natrix natrix natrix und die Barren-Ringelnatter Natrix helvetica. Und auch die hiesigen Exemplare können beachtliche Grösse erreichen. Die meist längeren Weibchen werden bis zu 130 Zentimetern lang. Die beiden Ringelnatter-Arten seien für Laien nicht einfach zu unterscheiden, sagte Andreas Meyer, Reptilienexperte bei der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Karch) in einem Interview zu «Tierwelt».
«Am auffälligsten ist die namensgebende Barrenzeichnung von Natrix helvetica – senkrecht oder leicht schräg stehende Balken entlang der Körperflanken.» Bei der Nördlichen Ringelnatter fehlen diese Barren, die Zeichnung besteht meist nur aus dunklen Punkten oder Flecken. Allerdings kann die Barren-Ringelnatter auch ganz schwarz sein.
Eine junge Scharlachnatter (Cemophora coccinea) gefangen im Netz einer Schwarzen Witwe (Latrodectus geometricus), beobachtet in einem Privathaus in Georgia, USA. (Bild: )
Die semi-aquatische Spinne Dolomedes tenebrosusist auf der Jagd nach einer Mittelamerikanischen Grabenden Schlange (Adelphicos quadrivirgatum) im Naturpark La Estanzuela, Bundesstaat Nuevo Leon, Mexiko, erfolgreich. (Bild: )
Diese Gefütterte Schlange, Tropidoclonion lineatum, fandim Netz einer Schwarzen Witwe (GattungLatrodectus) in einem Gebäude in Tulsa, Oklahoma, USA ihr Ende. (Bild: )
Hier hat sich eine 40 Zenitmeter lange Greifschwanz-Lanzenotter (Bothriechis schlegelii) im Netz der Radnetzspinne Trichonephila clavipesim Regenwald von Costa Rica verfangen. (Bild: )
Eine Wespenspinne,Argiope aurantia,frisst eine Rotbauchige Braunschlange, Storeria occipitomaculata, in North Carolina, USA. (Bild: )
Diese Halsbandnatter, Diadophis punctatus punctatus, hat sich in einer Garage in Virginia, USA, in einem Spinnennetz verfangen. Die dazugehörige Spinne gehörtzur Familie Kugelspinnen. Es dürfte sich um eine Parasteatoda tepidariorum handeln. (Bild: )
Diese unglückliche Texas-Schlankblindschlange (Rena dulcis) istgefangen im Netz der Kugelspinne Steatoda triangulosa in einem Gebäude in der Nähe von San Antonio, Texas, USA. (Bild: )
Diese juvenile Strumpfbandnatter, Thamnophis sirtalis, wurde Opfer einer Schwarzen Witwe (Latrodectus geometricus).Beobachtet in Douglas, Georgia, USA. (Bild: )
Auch Vogelspinnen haben Appetit auf Schlange. Hier fängt die Goliath-Vogelspinne,Theraphosa blondi, eine 30 Zentimeter lange, juvenile Falsche Korallenschlange aus der GattungOxyrhopus.Anschliessend transportiertdie Spinne die Schlange in ihren. Beobachtet imBundesstaat Pará, Brasilien. (Bild: )
Die Goliath-Vogelspinne mag auch Lanzenottern(Bothrops atrox), hier in Venezuela.Beim Foto handelt es sich allerdings um eine Inszenierung. (Bild: )
Eine adulte weibliche Schwarze Witwe (Latrodectus hesperus) frisst an einer subadulten Korallenschlange, Micruroides euryxanthus,in der Nähe des Boyce Thompson Arboretum, Superior, Arizona, USA. (Bild: )
Die Schwarze WitweLatrodectus geometricusfrisst an einer Blumentopfschlange, Indotyphlops braminus, in einem Gartenhaus in Zaachila, Oaxaca, Mexiko. (Bild: )
Manchmal schlagen die Schlangen zurück, wie hierin West Ashley, South Carolina, USA – die Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus) nähert sich grossen Netzen der Radnetzspinne Trichonephila clavipes mit der Absicht, eine Spinne zu fangen. (Bild: )
Die Raue Grasnatter war erfolgreich – für die Spinne sieht es nicht gut aus. (Bild: )
Diese Schwarze Witwe (Latrodectus revivensis) frisst bereitsmehrere Tage an dieser toten Viper Cerastes vipera in der Wüste Negev in Israel. (Bild: )
Eine ausgewachsene männliche Vogelspinne der GattungBrachypelmamacht Jagd auf eine juvenile Lanzenotter, Bothrops asper, in Chiapas, Mexiko. (Bild: )
Diese Scharlachnatter (Cemophora coccinea) wurde gefangen und getötet in einem Netz einer Schwarzen Witwe der Gattung Latrodectusin der Ecke der Veranda eines Hauses in Gulf Breeze, Florida, USA. (Bild: )
Diese junge Scheinkobra, Pseudonaja textilis,fiel einer Rotrückenspinne (Australische Schwarze Witwe, Latrodectus hasselti) zum Opfer. (Bild: )
Diskussion auf Facebook
In den Kommentaren auf Facebook brach unterdessen die Diskussion los, ob Nattern nicht nur Gift- sondern auch Würgeschlangen seien. Tatsächlich töten auch viele Natterarten, die ihre Beute, indem sie sie mit ihrem kräftigen Körper umschlingen. Beim Ausatmen ziehen sie sich enger zusammen und stoppen so den venösen Blutrückfluss. Hingegen alter Mythen erstickt die Beute nicht, sondern stirbt an Herz-Kreislaufversagen.