«Für den Erfolg muss alles getan werden»

Die Uhr tickt, nur noch drei Wochen sind es bis zur UNO-Klimakonferenz - und noch ist völlig offen, ob am Ende ein wirkungsvoller Weltklimavertrag steht.

Am Sonntag kamen Regierungsvertreter in Paris zusammen, um nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Umweltbotschafter Franz Perrez vertritt die Schweiz. «Es muss alles für einen Erfolg der Konferenz von Paris getan werden», appellierte Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius am zum Auftakt. Die Ländervertreter sollen Kompromisslinien für zentrale Streitpunkte ausloten. Ziel ist ein Abkommen, um den Ausstoss von Treibhausgasen zu begrenzen und damit den Klimawandel einzudämmen.

Umweltschützer riefen die Minister auf, den Weg zu einer ehrgeizigen Vereinbarung zu ebnen. Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, forderte finanzielle Zugeständnisse der Industriestaaten. «Zu Recht verlangen vom Klimawandel besonders betroffene Staaten für die Zeit nach 2020 Garantien für Hilfsmassnahmen zur Bewältigung von Klimaschäden», erklärte er.

Langfristiges Klimaschutzziel umstritten
Ein weiterer Streitpunkt ist die Formulierung des langfristigen Klimaschutzziels. Eine Einigung hier wäre ein wichtiger Schritt, sagte Fabius. Als «vielleicht einfacher» bezeichnete er die Vereinbarung einer Art Revisionsklausel.

Diese soll dafür sorgen, dass alle Länder ihre nationalen Klimaziele regelmässig überprüfen und nachbessern. Die bisherigen Pläne reichen laut Experten nicht aus, um die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen.Die Vorgespräche sind nicht Teil der offiziellen UNO-Verhandlungen mit 195 Ländern, bei deren letzter Runde in Bonn es kaum Fortschritte gegeben hatte. Doch alle wichtigen Spieler des Klimapokers sitzen mit am Tisch - die französischen Gastgeber hoffen deshalb, dass Kompromisse den Weg für das endgültige Abkommen weisen können.

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