Bereits Anfang Januar war in Farewell Spit an der Nordküste der neuseeländischen Südinsel eine ganze Herde von Grindwalen gestrandet. Die Tiere verendeten allesamt oder mussten eingeschläfert werden. Am Dienstag sind am selben Ort 13 weitere Grindwale gestrandet. Ein erster Versuch, die 13 Tiere während der Flut zurück ins Wasser zu bringen, ist vorerst gescheitert. Die Flut sei nicht hoch genug gewesen, berichtete der Sender TVNZ unter Berufung auf Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde.
«Das Wasser war knietief, das war nicht genug. Es müsste bis etwa zur Mitte des Oberschenkels reichen, vor allem für die grösseren Tiere», sagte der Ranger Mike Ogle. Einer der 13 gestrandeten Grindwale ist laut dem Internetportal zoomin.tv bereits an der Küste verendet.
Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Retter den Strand verlassen. Die Behörden hoffen, dass die Tiere es allein schaffen, wieder ins tiefere Wasser zu schwimmen. Am Mittwochmorgen wollen die Helfer wieder nach den Walen sehen, wie die Umweltschutzorganisation «Project Jonah» twitterte. Die Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde und Freiwillige hatten sich tagüber um die Wale gekümmert. Sie kippten mit Eimern Meerwasser über die Körper der Tiere, um sie kühl und feucht zu halten.
Ratlose Experten
Grund zur Sorge bestehe darin, dass etwa fünfzig weitere Grindwale ganz in der Nähe herumschwämmen und nun ebenfalls zu stranden drohen.
In Neuseeland verirren sich mehrmals pro Jahr zahlreiche Grindwale an die Küste. Experten können aber noch immer nicht erklären, was die Wale dazu veranlasst, in seichtes Gewässer zu schwimmen («Tierwelt Online» hat berichtet).

