Hoffnung für den «Roi du Doubs»

Drei Schweizer Organisationen spannen zusammen für die Rettung des «Roi du Doubs» und seine bedrohte Heimat, den Westschweizer Grenzfluss Doubs. Die Berner Konvention gibt ihnen Grund zur Hoffnung.

Vor einem Jahr hat der Schweizerische Fischereiverband (SFV) den Rhone-Streber zum Fisch des Jahres 2013 ernannt. Gerade einmal 53 Exemplare wurden bei der letzten offiziellen Zählung des besser unter dem Namen «Roi du Doubs» bekannten Fisches im französisch-schweizerischen Grenzfluss Doubs gezählt. Deshalb haben der SFV, WWF Schweiz und Pro Natura bei der Berner Konvention geklagt («Tierwelt Online» hat berichtet).

Die Verantwortlichen haben nun zur Zufriedenheit der drei Organisationen reagiert, wie eine gemeinsame Medienmitteilung von WWF, SFV und Pro Natura zeigt. Experten haben in Strassburg Empfehlungen zum Schutz des Fisches und seines Heimatgewässers ausgesprochen.

Sonderstatus für den Doubs gefordert
Bis 2016 wurden die Schweiz und Frankreich damit beauftragt, verschiedene Punkte zu erfüllen: Die Fisch-Durchgängigkeit des Flusses soll verbessert werden, alte Wehre sollen abgerissen, die Kläranlagen entlang des Doubs und die Wasserkraftwerke im oberen Flussbereich modernisiert werden. Empfehlungen an die Behörden, die nun laut den klagenden Organisationen rasch in die Tat umgesetzt werden sollen.

Der Doubs. Bild: zVg/© J-P Luthi

Roland Seiler, Zentralpräsident des SFV, macht in der Medienmitteilung deutlich: «Empfehlungen alleine reichen nicht, um den ‹Roi du Doubs› und andere bedrohte Fischarten vor dem Aussterben zu bewahren sowie die einzigartige Flusslandschaft für die Generationen nach uns zu erhalten». Schon nächstes Jahr erwarten die Organisationen von der Schweiz einen umfassenden Aktionsplan für den «Roi du Doubs».

Fernziel sei allerdings nicht der Schutz des Fisches, sondern der Schutz des ganzen Flusses. Ein umfassender gesetzlicher Sonderstatus für den Doubs soll her. «Die Natur muss am Doubs Vorrang haben, damit der akut bedrohte ‹Roi du Doubs› eine Chance zum Überleben hat», sagt Thomas Ammann vom WWF Schweiz.

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