Als Luchs Talo im Dezember im Waadtländer Jura gefunden wurde, war er zu schwach, um den Winter in freier Wildbahn zu überleben. Deshalb wurde er während der vergangenen Monate an der Tiermedizinschen Fakultät der Universität Bern gepflegt.
Da die Luchspopulation in der Waadt zurzeit recht dicht ist, wurde für das mittlerweile ein Jahr alte Tier nun im Kanton Genf freigelassen, wie die Genfer Behörden mitteilen. Mittels eines Sender wird verfolgt, wo sich Talo seit der Freilassung am 21. Mai aufhielt. Er überquere regelmässig die französisch-schweizerische Grenze.
Die Luchspopulation in der Schweiz wird mittlerweileauf rund 150 Tiere geschätzt. Die meisten Tiere halten sich im Jura und in den Voralpen auf. Eine Begegnung mit einem Luchs in freier Natur sei nichtausgeschlossen, stelle aber keine Gefahr für den Menschen dar, schreiben die Behörden.

