Sechs Pythons im Reisegepäck

Am Grenzübergang Thayngen (Schaffhausen) haben Grenzwächter zwei Reisende erwischt, die sechs artengeschützte Königspythons ohne Zollanmeldung und ohne Einfuhrbewilligung in die Schweiz transportieren wollten.

Wie die Grenzwachtregion II heute Freitag mitteilte, hatten Grenzwächter am 1. Juni gegen 16 Uhr zwei Insassen eines Autos mit Schweizer Kennzeichen kontrolliert. Auf die Frage nach Waren, hätten die beiden Personen angegeben, nichts mitzuführen. Bei der Überprüfung des Reisegepäcks fanden die Grenzwächter in zwei Sporttaschen sechs Königsphyton-Schlangen. Transportiert wurden sie in einzelnen Kunststoffboxen.

Die dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen unterliegenden Tiere hätten einen Wert von über 4600 Franken, heisst es in der Mitteilung. Für die Einfuhr sei sowohl eine Bewilligung des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) als auch eine so genannte CITES-Bescheinigung des Herkunftslandes nötig. Auf Weisung des BVET wurden die Schlagen beschlagnahmt und artgerecht untergebracht. Gegen die Schmuggler wurden Strafverfahren eingeleitet. Sie müssen gemäss Zollverwaltung mit «empfindlichen Bussen» rechnen.

Dies ist nicht der erste Fund von Königspythons durch Grenzwächter. Im vergangenen August war am französischen Bahnhof in Basel ein Reisender erwischt worden, der mit einer Python ohne Papiere in die Schweiz gelangen wollte.

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