Die Polizei habe das dehydrierte und geschwächte Gürteltier in der Provinz Dien Bien an der Grenze zu Laos beschlagnahmt, nachdem es von Wilderern gefangen worden war. Die Beamten übergaben das Männchen der Tierschutzorganisation «Save Vietnams Wildlife», wo der Neuling erst einmal gründlich untersucht wurde. Auf seinem Körper befanden sich überall kleine Löcher.
Die Röntgenaufnahmen liessen die Tierschützer entsetzt zurück — zu sehen waren 13 Schrotgeschosse. In einer aufwändigen Operation wurden die Kugeln entfernt und das Tier über mehrere Wochen gepflegt.
Der schuppige Patient erhole sich gut und sollte sich herausstellen, dass die Schusswunden keine bleibenden Schäden hinterlassen, könne man ihn sogar wieder auswildern, teilt die deutschen Wildtierschutzgesellschaft, Partner von «Save Vietnam's Wildlife», und und spricht von einer «wundersame Rettungsaktion».
Schuppentiere kommen in Teilen Asiens und Afrika vor. Nach Angaben der Welttierschutzgesellschaft gelten sie als die am meisten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. In Ländern wie China und Vietnam werden ihre Schuppen demnach in der traditionellen Medizin verwendet und das Fleisch gilt als Delikatesse.




