In einem beheizten Zugabteil lässt sich die faszinierende Schweiz bequem erkunden. Entlang der folgenden Strecken erlebt man stets abwechslungsreiche Landschaften. Die Vielfalt der Eindrücke macht die Reise nie langweilig. Die bequeme Fahrt ermöglicht es, die Schönheit der Schweiz in vollen, aber besser gesagt, in leeren Zügen zu geniessen.
Glacier Express
Zermatt – St. Moritz, ca. 8 Stunden

Mit dem Zug durch die Alpen: Der Glacier Express verbindet die wohl prestigeträchtigsten Winterdestinationen der Schweiz miteinander und führt auf Gleisen von der Heimat des Matterhorns zur Heimat der Schönen und Reichen in St. Moritz. Dazwischen liegt die abwechslungsreiche Winterlandschaft der drei Gebirgskantone Wallis, Uri undGraubünden. Unterwegs kommt man an Brig und Andermatt vorbei, fährt über den Oberalppass nach Disentis und Chur und schliesslich über die historische Albulalinie nach St. Moritz. Auf diesem letzten Streckenabschnitt klettert der Zug über 1000 Meter in die Höhe und überquert dabei mehrmals das schöne Albulatal auf dem spektakulären Landwasserviadukt. Die ganze Reise dauert acht Stunden, kann aber auch etappenweise gebucht werden.
Golden-Pass-Panoramastrecke
Zweisimmen – Montreux, ca. 2 Stunden
Vom Simmental an den Genfersee. Auf dieser direkten Zugstrecke zwischen Zweisimmen und Montreux zeigt sich den Reisenden eine abwechslungsreiche Landschaft. Vorbei an den Holzchalets der idyllischen Waadtländer Gemeinden Rougemont, Château d’Oex und Rossinière erhält man eine wunderbare Aussicht auf die verschneiten Gipfel rundherum, bevor der Blick kurz vor Montreux auf den glitzernden Genfersee fällt. Auf der Strecke gibt es aber nicht nur vom Fenster aus etwas zu sehen, sondern auch im Wagen. Es verkehren nämlich jeweils zwei unterschiedliche Züge auf der Strecke: der Golden Pass Panoramic mit Panoramawagen und der Golden Pass Belle-Époque mit historischen und edlen Wagen in der 1. und der 2. Klasse, der täglich zwei Mal ab Zweisimmen und Montreux startet. Die genauen Abfahrtszeiten sind im Internet zu finden.
Centovalli-Bahn
Locarno – Domodossola (IT), ca. 2 Stunden

Die 52 Kilometer lange Strecke von Locarno nach Domodossola in Italien führt in nur zwei Stunden über 83 Brücken und durch 31 Tunnel. Dabei erstreckt sich die wilde Landschaft des Tessins vor den Reisenden: Der Weg führt vom Lago Maggiore durch tiefe Schluchten, dichte Kastanienwälder und idyllische Dörfer, vorbei an Flüssen und Wasserfällen in die Altstadt von Domodossola. Die Strecke wurde Anfang 2023 von Lonely Planet neben dem Bernina und dem Glacier Express sowie der Cinque-Terre-Strecke sogar als eine der zehn schönsten Zugreisen Europas für das Jahr 2023 präsentiert.
Weniger bekannte Strecken
Regionalzug
Biel – Saint-Ursanne, ca. 40 Minuten
Ein Besuch in der mittelalterlichen Stadt Saint-Ursanne lohnt sich im Winter allemal. Unterwegs mit derdirekten Zugverbindung ab Biel durchquert man dabei die erste Jurafalte und gelangt nach Delémont ins Tal des Doubs, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutungverzeichnet ist.
Jurasüdfusslinie
Biel – Yverdon-les-Bains, ca. 35 Minuten
Die Jurasüdfusslinie ist bekannt als Pendelstrecke. Von Biel bis Yverdon-les-Bain aber passiert der Zugschmucke Dörfer wie Tüscherz, Twann, Ligerz und La Neuveville entlang des Bielersees und fährt nachNeuenburg weiter entlang des schönen Neuenburgersees nach Yverdon.
Voralpen-Express
Luzern – St. Gallen, ca. 2 Stunden
Der auffällig kupferfarbene Zug verkehrt stündlich zwischen Luzern und St. Gallen, fährt dabei am Moor Rothenthurm, an der Rigi und den Schwyzer Mythen vorbei und schliesslich entlang des Zürichsees in das hügelige Toggenburg.
Thurbo Seelinie
Schaffhausen – Rorschach, ca. 2 Stunden
Die Seelinie führt am Rhein entlang durch einewunderschöne Flusslandschaft. Am Bodensee angelangt führt die Strecke entlang des Seeufers durch Romanshorn, Ermatigen und Arbon, die mit ihrenhistorischen Ortskernen auch auf eine kleine Rundtour zu Fuss einladen.




