Auf ihrem Abenteuer, für das sie ohne zu fliegen durch Europa, Mittelamerika und Südamerika reisen, suchen sie nach Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft kleine Utopien aufbauen. So zum Beispiel in den Bergen Mexikos, wo die indigene Widerstandsbewegung «CODEDI» für Naturschutz, Autonomie und Gerechtigkeit kämpft und dem Staat damit ein Dorn im Auge ist. Julia und Lisa Hermes sind gerade dort zu Gast, als eines Morgens 160 schwerbewaffnete Polizisten auftauchen und das Gelände stürmen. Oder im besetzten Gebiet «La ZAD» in Frankreich, in dem mehrere hundert Menschen ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet besetzen und sich gegen die Umsetzung eines Flughafenprojekts einsetzen. Dort schaffen die Besetzer eine kleine Parallelwelt mit eigener Bäckerei, Imkerei, Bierbrauerei und Gemüsegarten. Es ist ein Ort, an dem neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert werden.

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Julia und Lisa HermesDie Schwestern Julia und Lisa Hermes sind ein Herz und eine Seele. Ihre ersten gemeinsamen Abenteuer erlebten sie in den umliegenden Wäldern des kleinen Eifelortes Hambuch. Bereits im Jugendalter beschäftigte sie die Frage, wie ein bessere Welt aussehen könnte. Im Jahr 2017 brachen sie zu einer Reise ohne Flugzeug auf, angetrieben von der Suche nach gelebten Utopien. In naher Zukunft möchten sie selbst in einer alternativen Gemeinschaft leben, am liebsten gemeinsam.

Lisa Hermes verbachte als Kind viel Zeit in der Natur und begeisterte sich stets für die kleinen Wunder des Lebens. Schon immer war sie von einer unbändigen Neugier getrieben, das Unbekannte kennenzulernen und machte sich, nach ihrer Ausbildung zur Gestalterin, im Alter von 20 Jahren zu ihrer ersten grossen Weltreise auf. Später studierte sie Fotografie mit Schwerpunkt Dokumentarfotografie, was es ihr erlaubte, das Künstlerische mit gesellschaftskritischen Fragestellungen zu verbinden. Die Liebe zur Natur, eine kindliche Wildheit und ihre Neugierde, sind die Essenz ihres Lebens. Inzwischen ist sie Mama von zwei Kindern und lebt mit ihrem Partner in Mexiko.

Julia Hermes beschäftigt sich seit ihrer Jugendzeit mit der Frage, wie eine Welt ohne Ausbeutung aussehen kann. Sie machte eine Ausbildung zur Altenpflegerin und studierte Psychologie, beides mit dem tiefen Interesse, das Wesen des Menschen besser zu verstehen. Der Drang nach Freiheit und Selbstbestimmtheit, eine unstillbare Neugierde dem Leben gegenüber und die Verbundenheit zur Natur ist die Essenz ihres Lebens. Ihr nächstes Projekt ist die Suche nach einem Ort, um ihren Traum von einem Leben in Gemeinschaft zu verwirklichen.