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Heimat des Gruyères und der Gastfreundschaft

Im Freiburgerland lässt es sich aushalten. Abwechslungsreiche Naturlandschaften, kulturelle Highlights und köstliche Spezialitäten erwarten den Besucher, der den zweisprachigen Kanton im Westen der Schweiz auf einer Wanderung erkundet.

Unbekannte Naturjuwelen

Die Grande Cariçaie am Südufer des Neuenburgersees ist unter Naturliebhabern und Ornithologen ein bekannter Begriff. Das fast 3000 Hektaren grosse Seeuferfeuchtgebiet ist Heimat von rund einem Viertel der Schweizer Flora und Fauna. Fribourg hat jedoch noch weniger bekannte Naturperlen zu bieten. Klein, aber fein ist das Naturschutzgebiet Auried an der Saane bei Kleinbösingen. Eine der grössten Laubfrosch-Populationen der Schweiz hat hier ihr Zuhause. Auch als Rast- und Brutplatz ist das Auried von Bedeutung, denn 189 Arten konnten hier bereits nachgewiesen werden. Beobachtet werden können die Vögel von einer Vogelbeobachtungshütte aus. Ein weiteres Highlight ist das Naturschutzgebiet Düdinger Möser, ein Moorkomplex mit einer Grösse von 22 Hektaren. Auf einem Rundweg lassen sich 60 Moor-, Flur- und Waldpflanzen entdecken, die auf Info-tafeln beschrieben sind.

Einblicke in das Klosterleben

Eine wilde Flusslandschaft und das älteste noch aktive Kloster der Westschweiz lassen sich auf dem zehn Kilometer langen Wanderweg «Circuit de Hauterive» mit der Wanderwegnummer 275 bestaunen. Dieser folgt dem Lauf der Saane, links des Flusses wird Französisch, auf der rechten Seite Deutsch gesprochen. Im Laufe der Zeit hat die Saane Klippen in den Sandsteinfelsen gegraben, die sich von diversen Aussichtspunkten aus betrachten lassen. Bald schon erreicht man das wahrlich beeindruckende Zisterzienserkloster Hauterive, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde und heute eine Gemeinschaft von rund 20 Mönchen beherbergt. Die Abtei kann nach Voranmeldung innen besichtigt werden. Im Klosterladen, der jeweils am Nachmittag geöffnet hat, lassen sich feine Produkte kaufen, die von den Mönchen vor Ort oder in anderen Abteien hergestellt wurden.

Rund um den See

Einmal um den Lac de Gruyère laufen, einen der schönsten Stauseen der Schweiz – das ist möglich auf dem 43 Kilometer langen Wanderweg «Sentier du Lac de la Gruyère», ausgeschildert mit der Wanderwegnummer 261. Der in drei hügelige Etappen auf-geteilte Weg gibt einen Einblick in die Vielfalt des Sees im Herzen von La Gruyère, einem der sieben Bezirke des Kantons Fribourg. Einige der Highlights sind Käsereien, das Rittergut Vuippens, eine 320 Meter hohe Talsperre und das Schloss von Corbières. Ist man am südlichsten Ende des Gewässers angekommen, passiert man zudem den grössten Silberweiden-Auenwald der Schweiz sowie das Gelände des Maison Cailler. In der Schokoladenfabrik erfahren Besuchende alles über die Geschichte und Herstellung der Schweizer Schokolade, und diese kann auch verköstigt werden. Das bei Touristen beliebte Ausflugsziel ist allerdings insbesondere an Wochenenden und in der Hochsaison stark besucht. Es lohnt sich, der Schokoladenfabrik unter der Woche und in der Nebensaison einen Besuch abzustatten.

Hoch hinaus

Der Freizeitberg der Fribourger Bevölkerung ist der Moléson, der sich markant aus den Voralpen erhebt. Sein Gipfel, der auf 2002 Metern liegt, ist mit Standseilbahn und Seilbahn erreichbar. Dadurch ist hier insbesondere an Wochenenden mit schönem Wetter einiges los. Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn der Gipfel bietet einen fantastischen Rundumblick auf den Genfersee und die Gipfel der Alpen. Wer es sportlich mag, kann den Moléson auch zu Fuss erklimmen. Auf zahlreichen Wanderwegen lässt sich der Berg erkunden, aber Achtung: Manche der Wege führen steil bergauf und bedürfen einer guten Kondition. Bei der Talstation Moléson-sur-Gruyères lohnt sich für Käseliebhaber ein Besuch in der Schaukäserei Fromagerie d’alpage de Moléson. Eine Wanderung auf dem Fribourger Berg lässt sich zudem wunderbar mit einem Ausflug zum herrschaftlichen Château de Gruyères im gleichnamigen Städtchen und einem Besuch in der Käserei Maison de la Gruyère kombinieren.

Wandern für den Gaumen

Vier verschiedene Genusswanderungen in der Region Les Paccots führen von Alphütte zu Alphütte, in denen man sich mit regionalen Spezialitäten verwöhnen lassen kann. Ob Freiburger Fondue moitié-moitié, Chaletsuppe oder Plättchen mit regionalem Käse und Fleisch, die Spezialitäten des Kantons sind ein Genuss. Die Wanderungen unterscheiden sich nicht nur durch die verschiedenen Gaumenfreuden, sondern auch in ihrer Länge und den konditionellen Ansprüchen. Die Angebote können auf der Website fribourg.ch unter Gourmetpfade 48 Stunden vorher direkt online gebucht werden. Die Region im Süden des Kantons ist sommers wie winters auch ohne Zwischenhalt in den Gastwirtschaften empfehlenswert. 150 Kilometer Wanderwege durch die schöne Natur der Voralpen lassen sich erkunden. Im Winter verwandelt sich dieGegend Les Paccots in ein Wintersportgebiet.

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